Die Reihe "Psychologie" wird von  Prof. Dr. Reinhold S. Jäger und Dr. Roland Arbinger herausgegeben.

Innerhalb der Reihe “Psychologie” erscheinen Werke, die das gesamte Spektrum von psychologischer Grundlagen- und angewandter Forschung ebenso enthalten wie Vorstellungen darüber, dass und wie Psychologie für die individuellen und institutionellen Problemlösungen eingesetzt werden kann.


Dahl, C. (2017)

Selbstfürsorge für psychosoziale Fachkräfte

ISBN 978-3-944996-32-5, 410 S., € 29,90

Psychische Beanspruchungen wie Stress und Burnout sind bedeutsame aktuelle Phänomene in der Arbeitswelt. Inwieweit psychosoziale Fachkräfte davon betroffen sind, dazu lag bislang kaum empirisches Wissen vor. Das vorliegende Buch präsentiert die Ergebnisse einer bundesweiten Studie, bei der psychosoziale Fachkräfte zu ihrer psychischen Beanspruchung und ihren beruflichen Belastungsfaktoren befragt wurden. Basierend auf den Ergebnissen wurde ein Seminarkonzept zur Stärkung der Selbstfürsorge von psychosozialen Fachkräften entwickelt - mit dem Ziel, arbeitsbedingten Belastungsfolgen vorzubeugen und die psychische Gesundheit zu fördern. In einer groß angelegten Studie wurde die Wirksamkeit des Seminars untersucht. Die vorgestellten Ergebnisse sprechen für dessen präventive Wirksamkeit und vor allem für den hohen Nutzen und die Wichtigkeit der Selbstfürsorge für psychosoziale Fachkräfte.

Die Darstellung der Studien wird ergänzt durch wissenschaftliche Erläuterungen, u. a. zu den Themen Arbeit und Gesundheit, Stress und Burnout sowie zu den Konzepten Selbstfürsorge und Achtsamkeit.


Jäger-Flor, D. (2017)

DazugeHören

ISBN 978-3-944996-33-2, 124 S., € 13,90

 

 

Rund ein Fünftel der Bevölkerung Deutschlands leidet unter Schwerhörigkeit. Und es handelt sich hierbei nicht immer nur um ältere Menschen: Zunehmend finden sich Hörschädigungen auch bei Personen jüngerer Altersgruppen.
Schlechtes Hören gehört zu den am meisten belastenden Volkskrankheiten. Dennoch scheint schlechtes Hören und die Folgen, die sich hieraus für den Einzelnen ergeben können, immer noch kein salonfähiges Thema zu sein, über das man offen spricht. Schlechtes Hören ist eher ein Tabu und wird häufig auch von den Betroffenen selbst verheimlicht.
Das vorliegende Buch ist ein Ratgeber für hörgeschädigte Menschen und ihre Angehörigen.
Gutes Hören und Verstehen ist nicht nur ein Aspekt der körperlichen, sondern auch der psychischen Gesundheit.
Gutes Hören verbindet und vermittelt ein Gefühl der Zugehörigkeit. Schlechtes Hören trennt und führt für Betroffene zum Rückzug aus sozialen Beziehungen.
Dieser Ratgeber trägt zur Bewältigung möglicher Folgen von Schwerhörigkeit bei: Er bietet eine Orientierung, welche Phasen beider Versorgung einer Hörschädigung durchlaufen werden. Dieser Weg führt von der Diagnose über die Anpassung und Gewöhnung an entsprechende Hörhilfen bis hin zum Wiedererlernen des Hörens und Verstehens.
Darüber hinaus liefert das Buch viele konkrete Anregungen zur Entwicklung tragfähiger Strategien im Umgang mit der Höreinschränkung in denunterschiedlichstensozialen und beruflichen Situationen.
Folgende Themen werden aufgearbeitet:
 Woran merke ich, dass ich schlecht höre?
 Wie vollzieht sich die Diagnose beim Facharzt für Hals‐ Nasen Ohrenheilkunde?
 Was bedeuten die Diagnoseergebnisse für mich?
 Welche Art der Versorgung des Hörschadens ist bei mir gegeben?
 Wie finde ich mit Hilfe des Hörgeräteakustikers die richtigen Hörgeräte?
 Welches Zubehör macht für diese Hörhilfen und für mich in meiner individuellen Situation einen Sinn?
 Wie kann ich mich an die Hörgeräte und den neuen „Höreindruck“ gewöhnen?
 Wie kann ich mein Hören und Verstehen in den verschiedensten Situationen trainieren?
 Welche Strategien helfen mir in bestimmten Kommunikationssituationen weiter?
 Wie kann ich trotz meiner Höreinschränkung im Beruf zurechtkommen?
 Welche Nachteilsausgleiche stehen mir aufgrund meiner Hörbehinderung eventuell zu?
 Was können meine Angehörigen tun, um mit mir und meinem Hörproblem besser zurecht zu kommen?
Dieser Ratgeber gibt nicht nur einen kurzen Einblick in die Physiologie des Hörens, sondern eine Orientierung für alle, die ihre Hörminderung konstruktiv angehen wollen. Er wendet sich nicht nur an die Betroffenen selbst, sondern bezieht die Menschen in deren sozialem und beruflichem Umfeld mit ein.


Rindermann, H. (2001)

Lehrevaluation.
Einführung und Überblick zu Forschung und Praxis der Lehrveranstaltungsevaluation an Hochschulen mit einem Beitrag zur Evaluation computerbasierten Unterrichts


(Psychologie, Bd. 42)
ISBN 978-3-941320-07-9, 381 S., € 38,90

(2., leicht korrigierte Auflage)

Lehrevaluation, Universitätsranking, Stärkung der Qualität der Lehre – dies sind Themen, mit denen sich Hochschulen spätestens seit den Verordnungen der Wissenschaftsministerien, Rankingartikeln in Zeitschriften und Vorstößen studentischer Initiativen auseinandersetzen müssen. Leserinnen und Leser finden in diesem Buch dank Aufarbeitung des Forschungsstandes und anhand der Vorstellung verschiedener Studien, unter anderen auch die des Autors, einen umfassenden Überblick zur Lehrevaluationsforschung und können dem Band praktische Vorschläge zur Gestaltung von Lehrevaluationen entnehmen. Das Buch wendet sich zum einen an diejenigen, die als Praktiker und Beteiligte an den Themen Qualität der Lehre und Lehrevaluation interessiert sind, und es stellt zum anderen ein wertvolles Nachschlagewerk für Sozialwissenschaftler dar, die sich forschungsorientiert mit Hochschulevaluationen befassen.


Daniela Lang (2009)

Soziale Kompetenz und Persönlichkeit
Zusammenhänge zwischen sozialer Kompetenz
und den Big Five der Persönlichkeit bei jungen Erwachsenen

(Psychologie, Bd. 61)

ISBN 978-3-937333-95-3, 196 S., € 24,90


Im beruflichen Alltag sind neben der fachlichen Qualifikation auch immer stärker soziale Kompetenzen und bestimmte Persönlichkeitseigenschaften gefragt.
Doch was verbirgt sich hinter den Konzepten Persönlichkeit und soziale Kompetenz? Wie kann man die Persönlichkeit eines Menschen mit all seinen Facetten zutreffend beschreiben und erfassen? Was meint soziale Kompetenz? Bedeutet das, dass man mit anderen Menschen gut klar kommt oder dass man andere besonders geschickt manipulieren kann? Gibt es Zusammenhänge zwischen einzelnen Persönlichkeitseigenschaften und bestimmten sozialen Fähigkeiten? Sind Frauen tatsächlich sozial kompetenter als Männer? Diesen und weiteren Fragen geht die vorliegende Arbeit nach.
Das Buch bietet einen Überblick über verschiedene theoretische Ansätze zur sozialen Kompetenz sowie deren Erfassungsmöglichkeiten. Darüber hinaus wird das Fünf-Faktoren-Modell der Persönlichkeit vorgestellt und es werden spezifische Zusammenhänge der beiden Konstrukte aufgezeigt. Die daraus resultierenden theoretischen Modelle werden mithilfe von Strukturgleichungsmodellen an einer Stichprobe von jungen Erwachsenen aus der deutschsprachigen Schweiz überprüft.


Bernhard Wolf (2008)

Principles of Brunswik’s Probabilistic Functionalism

First (preliminary) edition (compiled for the International Conference
“Original Brunswik” at Landau in July 2008)

(Psychologie, Bd. 60)
ISBN 978-3-937333-84-7, 104 S., 14,90 €

This book is not historically oriented but it consists of new theoretical ideas for the future of academic psychology. „Principles of Brunswik’s Probabilistic Functionalism“ means the original, authentic presentation of central psychological ideas out of his 48 publications (1927-1955).
The whole work of Egon Brunswik was oriented in a „Psychologie vom Gegenstand her“ (psychology in terms of objects). This basic hypothesis hasn’t been accepted by the main stream of academic psychology.
His approach is primarily theoretical, but his experimental work was also remarkable. He mainly worked in the field of „Wahrnehmung – perception“ which was called in his late period „cognition“. The most important methodological part of his work is Representative Design which is nowadays relevant as „quantitative single case approach“.
Two models are exceptional:
(1)   The structure of organism- and environment-relations
(2)   The paradigmatic process „lens“, in combination with the processes „vicarious functioning“ and „ecological validity“

14 figures may improve and enlarge the power of our arguments in later editions of this book.


Julia Riebel (2008)

Spotten, Schimpfen, Schlagen ...
Gewalt unter Schülern – Bullying und Cyberbullying


(Psychologie, Bd. 59)
ISBN 978-3-937333-79-3, 88 S., 9,90 €



Gewalt an Schulen ist bereits seit 20 Jahren ein Thema von öffentlichem Interesse. Welche Erkenntnisse können jedoch als gesichert betrachtet werden und was wird uns lediglich von den Medien suggeriert? Hat schulische Gewalt über die Zeit hinweg tatsächlich zugenommen? Warum verbessert sich trotz zahlreicher Maßnahmen die Problemlage nicht?
Was steckt hinter dem neuen Phänomen Cybermobbing oder Cyberbullying, bei dem sich Schüler über das Internet beschimpfen, bedrohen und beleidigen? Ist es nur eine weitere von vielen Spielarten schulischer Gewalt oder haben wir es hier mit einem völlig neuartigen Problem zu tun?
Dieses Buch versucht, diese Fragen aufgrund der bestehenden Literatur zu beantworten.


Acker, B. (2001)

Sprachverständnis und Sprachbegabung.
Von der Analyse vorhandener Verfahren zu einem neuen Test


(Psychologie, Bd. 25)
ISBN-10: 3-931147-95-9, 123 S., € 19,90



Thema des Buches ist die latente Fähigkeitsdimension Sprachverständnis und Sprachbegabung. Ausgehend von einer intensiven Literaturanalyse und Kritik der gängigsten psychologisch-diagnostischen Testverfahren zur Erfassung verbal-intelligenter Fähigkeiten, begründen Modus, Alter und zugrundeliegende Testtheorie sowie die daraus resultierende Kritik die Konstruktion neuer Skalen auf der inhaltlichen und theoretischen Basis probabilistischer Meßmodelle. Mit dem neuen Material, das direkte, testtheoretisch korrekte Rückschlüsse auf zugrundeliegende sprachliche Fertigkeiten zulassen soll, wird versucht, der wichtigsten Anforderung an ein psychologisch-diagnostisches Verfahren Rechnung zu tragen: die, an Sprachverständnis und Sprachbegabung beteiligten Fähigkeiten eindimensional und damit verrechnungsfair zu erfassen.


Balzer, L. (2005)

Wie werden Evaluationsprojekte erfolgreich?

(Psychologie, Bd. 49)
ISBN-10: 3-937333-24-X, 332 S., € 32,90, CHF 50,90

„Ausgezeichnet mit dem Preis des Freundeskreises der Universität Landau 2005“


Rezension von Dr. Gerhard W. Schnaitmann (Lehren und Lernen 2005 / Heft 12, S. 38-39)

„Wie werden Evaluationsprojekte erfolgreich?“
Die Beantwortung dieser Frage steht im Mittelpunkt des vorliegenden Buches.
Dabei gibt es in der vergangenen und aktuellen Evaluationsdiskussion viele Ideen darüber, welche Aspekte dazu beitragen können und welche erfüllt sein müssen, damit ein Evaluationsprojekt erfolgreich ablaufen kann. Ist jemand mit der Notwendigkeit der Durchführung eines Evaluationsprojektes konfrontiert, so kann er dafür eine ganze Reihe von einschlägiger Evaluationsliteratur zu Rate ziehen.

Bei einer solchen Literatursuche stößt er unweigerlich auf eine große Anzahl von Evaluationsmodellen, -theorien und -ansätzen (vgl. im Überblick z. B. Shadish, Cook & Leviton, 1991; Stufflebeam, Madaus & Kellaghan, 2000; Stufflebeam, 2001; Alkin, 2004), die sich sehr stark in ihrem Abstraktionsgrad, in ihrem Praxisbezug und in ihren Anwendungsbereichen unterscheiden. Manche Ansätze sind sehr theoretisch, manche haben pragmatischen ’Kochbuchcharakter’ und wieder andere heben einzelne Aspekte eines Evaluationsprojektes und seines Verlaufes hervor. Nachdem zu Beginn - chronologisch betrachtet - die methodischen Voraussetzungen von Evaluation die theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema bestimmt haben, rückten danach zunehmend praktische Aspekte, wie die Wertorientierung in einem Evaluationsprojekt, die Bewertung eines Evaluationsgegenstandes sowie die Nutzung der Evaluationsergebnisse, in den Mittelpunkt des Interesses. Bei dieser Vielfalt an Material besteht allerdings ein Problem für die alltägliche Evaluationsarbeit: „Während die Modelle in den theoretischen Schriften in ’reiner’ Form vorkommen, werden sie in der Evaluationspraxis vielfach kombiniert und gemischt“ (Beywl, Speer & Kehr, 2004, S. 76) und in ihrer Anwendung an die jeweiligen Rahmenbedingungen angepasst (Posavac & Carey, 2003, S. 24). Die aktuelle Diskussion um Evaluationsstandards und -richtlinien geht in diese theorieübergreifende Richtung. Dort werden aber eher Richtlinien formuliert und der Prozesscharakter von Evaluationen rückt in den Hintergrund.

Auch ein weiterer Diskussionsstrang erreicht die aktuelle Debatte erst sehr zögerlich: Ebenso entscheidend für ein erfolgreiches Evaluationsprojekt sind die in das Projekt involvierten Akteure. Darüber besteht weitestgehend Einigkeit. Einige Fragestellungen sind bisher jedoch kaum empirisch untersucht: Welche Bedürfnisse, Erwartungen und Interessen an ein erfolgreiches Evaluationsprojekt haben direkt am Evaluationsprojekt beteiligte Personen (die so genannten Beteiligten)? Welche Bedürfnisse, Erwartungen und Interessen haben weitere, von der Evaluation und ihrer Ergebnisse betroffene Personen (die so genannten Betroffenen)? Gibt es empirisch fassbare Unterschiede zwischen den beiden Gruppen? Wenn ja, wie sehen sie aus? Was bedeutet es, wenn in der Praxis recht einseitig z. B. Auftraggeber- oder Evaluatorenbedürfnisse beachtet werden?

Die unterschiedlichen Bedürfnisse, Erwartungen und Interessen verschiedener Beteiligten- und Betroffenengruppen empirisch näher zu beschreiben und zu quantifizieren, ist erst in neuster Zeit zum Gegenstand empirischer Forschung geworden (Balzer, 2004). Die konsequente Beachtung der Ergebnisse solcher empirischer Forschungsansätze dürfte aber sowohl von theoretischer als auch praktischer Relevanz sein und damit einen nicht unerheblichen Einfluss auf theoretische Evaluationsansätze sowie auf die Gestaltung von Evaluationsprojekten haben.
Was demjenigen fehlt, der vor der Planung und Durchführung eines erfolgreichen Evaluationsprojektes steht, der aus der Vielfalt vorhandener Evaluationstheorien, -modelle und -ansätze auswählen bzw. integrieren soll und der das zuvor Gesagte bezüglich der unterschiedlichen Ansichten, Bedürfnissen und Interessen verschiedener Beteiligten- und Betroffenengruppen beachten will, ist ein Evaluationsansatz, der die Erkenntnisse der verschiedenen, sich teilweise ergänzenden und teilweise widersprechenden theoretischen Ansätze integriert und diese mit den Bedürfnissen, Erwartungen und Interessen der in einem Evaluationsprojekt involvierten unterschiedlichen Personen und Personengruppen zusammenführt.
Dies zu leisten ist das Ziel der vorliegenden Arbeit.

Zu diesem Zweck werden in einem ersten Schritt theoretische Evaluationsansätze, -modelle und -theorien beschrieben und auf ihren Beitrag bezüglich der Fragestellung, wie Evaluationsprojekte erfolgreich ablaufen können, analysiert.
In einem zweiten Schritt werden die Sichtweisen, Interessenlagen und Bedürfnisse der in ein Evaluationsprojekt involvierten Personengruppen empirisch untersucht. Hierfür wird unter Berücksichtigung von nationalen und internationalen Expertenmeinungen mit Hilfe einer Online-Delphi-Studie ermittelt, wo die Disziplin ’Evaluation’ aktuell steht, wo unterschiedliche Bedürfnisse und Sichtweisen liegen und welche Kriterien für den Evaluationserfolg zu beachten sind (der Theorie der Delphi-Methode ist dabei ein ausführlicher Exkurs gewidmet).

Abschließend werden die theoretischen und empirischen Befunde in einem integrierenden Ansatz über den Evaluationsprozess zusammengefasst und ausgearbeitet. Dabei interessiert die Frage, welche Etappen innerhalb des Evaluationsprozesses existieren und wie diese zu einem erfolgreichen Evaluationsprojekt führen können. Damit soll der integrierende Ansatz besonders für die Planung und Durchführung, aber auch für die Bewertung eines Evaluationsprojektes hilfreich sein. Dies geschieht aber nicht in dem Sinn, dass Etappe an Etappe gereiht wird, von denen jede einzelne im Detail durchlaufen werden muss, um zum Ziel ’erfolgreiches Evaluationsprojekt’ zu kommen. Vielmehr wird ein großer Bogen gespannt über alle Etappen eines Evaluationsprozesses, die je nach Kontext und Situation mal eine größere, mal eine kleinere oder auch gar keine Bedeutung haben. Die einzelnen Etappen eines erfolgreichen Evaluationsprojektes werden detailliert dargestellt und theoretisch und empirisch begründet. Damit soll der Leser in die Lage versetzt werden, angepasst an seine Bedürfnisse begründete Entscheidungen über das eigene Evaluationsprojekt treffen zu können. Dieses Buch ersetzt also nicht die Denkarbeit eines Evaluationsverantwortlichen, aber es soll eine Fundgrube an Ideen und Richtlinien sein, aus der jeder, der sich auf den Evaluationsweg macht, schöpfen kann.

Damit folgt der vorzustellende integrierende Ansatz der Forderung von Alkin (2004, S. X): „We are of the view that it is best to have a defining structure: a basic model or theory that one adheres to but is potentially adaptable.”


Becker, P., Conrad, S. & Wolf, B. (1999)

Kindersituationen im Diskurs.
(Tagungsbericht)


(Psychologie, Bd. 24)
ISBN-10: 3-931147-75-4, 188 S., € 24,90

 


Der Tagungsbericht enthält die Beiträge der Abschlußtagung „Der Situationsansatz in der Evaluation“, die am 15. Und 16. Juni 1998 in Berlin stattfand.


Beckmann, J. F. & Herzberg, P. Y. (2001)

Dynamik im Testen.
Perspektiven auf die Zone der nächsten Entwicklung in der Psychodiagnostik. Festschrift zum 60. Geburtstag von Jürgen Guthke


(Psychologie, Bd. 40)
ISBN-10: 3-933967-46-5, 209 S., € 24,90


Die vorliegende Festschrift zu Ehren von Prof. Dr. Jürgen Guthke umfasst 15 Beiträge renommierter Autoren zum Thema „Psychodiagnostik in der Zone der nächsten Entwicklung“. Die Bandbreite der Beiträge spiegelt die Entwicklung wider, die das dynamische Testen in den letzten Jahren genommen hat. Demonstriert wird der Einfluss auf die verschiedensten Anwendungsgebiete ebenso wie die aktuellen methodischen Entwicklungen auf diesem Gebiet. Abgerundet wird die Festschrift von der vollständigen Bibliographie des Jubilars, die einen Zugang in das faszinierende Themengebiet der Diagnostik der intraindividuellen Variabilität ermöglicht. Das Buch richtet sich in erster Linie an psychodiagnostisch und klinisch tätige Psychologen sowie an Lehrende und Lernende auf dem Gebiet der psychologischen Diagnostik.


Binder Ralf (2006)

Entwicklung eines Instruments zur differentiellen Erfassung von müdigkeits- und schläfrigkeitsbezogenen Aspekten
bei ausgewählten Schlafstörungen


(Psychologie, Bd. 53)
ISBN-10: 3-937333-43-6, ISBN-13: 978-3-937333-43-4,
444 S., € 59,90


Müdigkeit ist eine alltägliche, im Tagesverlauf physiologische Erfahrung und stellt darüber hinaus eine häufige Beschwerde von Patienten bei einer Vielzahl von Erkrankungen dar. Doch was bedeutet Müdigkeit eigentlich? Ist sie lediglich Ausdruck eines zugrunde liegenden Schlafbedürfnisses, das sich im subjektiven Erleben der Betroffenen widerspiegelt, oder umfasst sie noch weitere Merkmale beziehungsweise Dimensionen? Beobachtungen im schlafmedizinischen Alltag deuten darauf hin, dass Patienten in Abhängigkeit der zugrunde liegenden Erkrankung mit dem Begriff „Müdigkeit“ unterschiedliche Dinge bezeichnen.
Wissenschaftliche Studien, die dem Phänomen auf die Spur zu kommen versuchen, sind dürftig und waren bislang selten Gegenstand psychologischer oder schlafmedizinischer Betrachtungen. In der vorliegenden Arbeit wird der Frage nachgegangen, was Patienten verschiedener Störungsbilder unter Müdigkeit verstehen und was speziell im Hinblick auf Patienten mit Schlafstörungen – hier stehen die psychophysiologische Insomnie und das obstruktive Schlafapnoesyndrom im Fokus des Interesses – die konstituierenden Elemente der Müdigkeit sind. Neben einer umfassenden Aufarbeitung der verfügbaren Literatur wird die Erstellung eines Instruments zur differentiellen Erfassung der aus Patienten- und Expertensicht relevanten Merkmale bzw. Dimensionen von Müdigkeit geschildert, Validierungsstudien dargestellt, die praktische Relevanz herausgearbeitet und empirisch untermauert sowie das Zusammenwirken der resultierenden Skalen in einem theoretischen Wirkungsgefüge integriert, die das Auftreten von Müdigkeit bei unterschiedlichen Störungsbildern in der schlafmedizinischen Praxis schlüssig und empirisch begründet zu erklären erlaubt.


Bohner, G. (1998)

Vergewaltigungsmythen.
Sozialpsychologische Untersuchungen über täterentlastende und opferfeindliche Überzeugungen im Bereich sexueller Gewalt


(Psychologie, Bd. 19)
ISBN-10: 3-931147-62-2


Bongartz, N. (2000)

Wohlbefinden als Gesundheitsparameter.
Theorie und treatmentorientierte Diagnostik


(Psychologie, Bd. 32)
ISBN-10: 3-933967-11-2, 293 S., € 31,90

 


Der Autor setzt sich mit dem aktuellen Thema Wohlbefinden auseinander. Hierzu entwickelt er ein integratives Wohlbefindensmodell und ein Instrument, mit dessen Hilfe Wohlbefinden erfasst werden kann. Das Wohlbefindensmodell zielt auf eine Integration und Weiterentwicklung des Konstrukt-, Bedingungs- und Veränderungswissens über das Wohlbefinden. Es ist zugleich Grundlage für eine theoriegeleitete Entwicklung einer Wohlbefindensdiagnostik. Das Wohlbefindensmodell wird durch ein Netz von Hypothesen empirisch überprüft und in seinen zentralen Aussagen bestätigt.


Braun, O. L. (1998)

Ziele und Wille in der Psychologie. Grundlagen und Anwendungen

(Psychologie, Bd. 18)
ISBN-10: 3-931147-58-4, 264 S., € 29,90

 

 


In diesem Buch werden Ziel- und Willenskonzepte vorgestellt, wie sie aktuell in der Psychologie diskutiert werden. Einerseits findet der Leser theoretische Grundlegungen, andererseits Darstellungen von Praxiskonzepten.


Braun, O. L. (Hrsg.). (2000)

Zielvereinbarung im Kontext strategischer Organisationsentwicklung

(Psychologie, Bd. 29)
ISBN-10: 3-933967-07-4, 180 S., € 24,90

 


In diesem Buch wird dargestellt, wie das Führungsinstrument Zielvereinbarung in der Praxis eingeführt und genutzt werden kann. Dabei findet der Leser sowohl theoretische Grundlegungen als auch Ausführungen darüber, wie Zielvereinbarungen in Prozesse der Organisationsentwicklung eingebunden und mit anderen Konzepten vernetzt werden. Insbesondere bei Teamzielvereinbarungen wird immer wieder deutlich, welche zentrale Rolle die Moderationsmethode spielt. Die Darstellungen der Autoren sind ehrlich und umfassend, so dass auch nicht verschwiegen wird, mit welchen Schwierigkeiten man bei der Einführung und Anwendung der Methode Zielvereinbarung in der Praxis zu kämpfen hat. Das Buch richtet sich an Studenten der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften sowie an Praktiker im Bereich der Weiterbildung, Personal- und Organisationsentwicklung.


Braun, O. L. (Hrsg.). (2000)

Ein Modell aktiver Anpassung. Berufliche Zielklarheit, Organisationsorientierung, Mittelklarheit und Vorsatzbildung/
Planung als vorauslaufende Bedingungen von Arbeitszufriedenheit, Wechseltendenz und Leistung


(Psychologie, Bd. 36)
ISBN-10: 3-933967-21-X, 262 S., € 27,90

In dieser Forschungsmonographie wird ein Modell Aktiver Anpassung dargestellt, das auf der Selbstergänzungstheorie von Wicklund & Gollwitzer (1982), auf der Zielsetzungstheorie von Locke & Latham (1990) und auf der Arbeit zur Vorsatzbildung von Gollwitzer (1993) beruht. Die zentrale Hypothese besagt, dass berufliche Zielklarheit – vermittelt über Vorsatzbildung/Planung – positive Auswirkungen auf die Arbeitszufriedenheit und die Leistung hat und dass die Fluktuationstendenz mit steigender Zielklarheit abnimmt. Besonders positiv wirkt sich die Zielklarheit aus, wenn Individuen über ein hohes Maß an Organisationsorientierung verfügen, damit ist Kenntnis von Strukturen und Abläufen in der Organisation gemeint. Es werden Pilotstudien berichtet, die das Modell in seinen Grundzügen testen. Da diese Modellprüfungen erfolgreich waren, wurde dann der Landauer Fragebogen zum Arbeitsstil (LFA) entwickelt, mit dem die Konstrukte des Modells erfasst werden können. Eine Studie zur Überprüfung der diskriminanten, konvergenten und Konstruktvalidität rundet die Fragebogenkonstruktion ab. In einer Reihe verschiedener Feldstudien konnte die Validität des Modells wiederholt bestätigt werden. Die Ergebnisse werden am Ende unter einer theoretischen, methodischen und praktischen Perspektive diskutiert.


Braun-Wimmelmeier, B. (1999)

Auswirkungen des Assessment-Centers auf die als Beobachter eingesetzten Führungskräfte

(Psychologie, Bd. 27)
ISBN-10: 3-933967-05-8, 335 S., € 31,90



Mit diesem Buch liegt erstmals im deutschsprachigen Raum eine Untersuchung über die Auswirkungen des Assessment-Centers (AC) auf die als Beobachter eingesetzten Führungskräfte vor. Weiter wurde untersucht, wie diese Auswirkungen psychologisch erklärt werden können. Die Ergebnisse einer qualitativen Vorstudie (Gruppendiskussionen und Expertenrunde) sowie einer quantitativen Hauptuntersuchung (Fragebogenuntersuchung), der ein quasi-experimentelles Kontrollgruppendesign mit Messwiederholung zugrunde lag, zeigten, dass die Beobachtertätigkeit langandauernde Auswirkungen auf die erstmalig in einem AC eingesetzten Führungskräfte hat. Diese Auswirkungen bezogen sich auf drei Bereiche: die Beobachtungs- und Beurteilungskompetenz, den Mitarbeiterorientierten Führungsstil und den Grad der Selbstreflexion – insbesondere bezüglich beruflicher Belange. In einer abschließenden qualitativen Studie (Interviews), wurden die zugrundeliegenden psychologischen Prozesse weitergehend untersucht.


Fieger, U. (1996)

Lerntechnologische Innovationen in der betrieblichen Bildungsarbeit

(Psychologie, Bd. 7)
ISBN-10: 3-931147-10-X, 296 S., € 35,90

 


In deutschen Großunternehmen werden Schulungen vermehrt über hausinterne TV-Produktionen durchgeführt, an denen die Mitarbeiter live und interaktiv teilnehmen können. Der vorliegende Band berichtet über die erste Evaluation dieser neuen Lerntechnologie.


Fischer, Uwe (2006)

Emotions- und identitätsregulierende Funktionen des Substanzkonsums. Substanzfunktionsüberzeugungen und Risikoorientierung als Mediatoren im Kontext eines integrativen
Coping-Modells zur Erklärung des Substanzkonsums bei Jugendlichen und Erwachsenen

 


(Psychologie, Bd. 50).
ISBN-10: 10: 3-937333-40-1, ISBN-10: 13: 978-3-937333-40-3,  266 S., € 39,90

Die vorliegende Arbeit integriert entwicklungspsychologische Erklärungsansätze des Risikoverhaltens, Stress-Copingtheorien, Theorien zur Wiederherstellung der Selbstachtung und Aufrechterhaltung der Identität sowie empirisch ermittelte Funktionen des Substanzkonsums in einen übergeordneten Copingansatz, der sowohl Distress- als auch Eustress-Komponenten berücksichtigt. Als zentrale Funktionen werden dabei die Emotionsregulation, die Identitätsregulation und die Genussfunktion für den Konsum legaler und illegaler Substanzen betrachtet. Je nach dem, ob in Bezug auf Distress eher mit aktivem oder vermeidenden Coping reagiert wird oder eine eustressbezogene Risikoneigung besteht, werden unterschiedliche Funktionen einer Substanz relevant. Den Funktionen wird somit eine zentrale proximale Mediatorrolle für den Konsum eingeräumt.
Das daraus resultierende theoretische Modell und die damit verbundenen Hypothesen werden mithilfe von drei substanzbezogenen Strukturgleichungsmodellen an einer repräsentativen Stichprobe in Luxemburg (N = 726) empirisch überprüft. Alkohol, Nikotin, Cannabis und andere illegale Drogen werden dabei als Substanzen in Betracht gezogen.
Alle drei Strukturgleichungsmodelle können unter Berücksichtigung von Alters- und Geschlechtseinflüssen mit zufriedenstellender Güte nachgewiesen werden. Die besondere Struktur mit den Substanzfunktionsüberzeugungen als zentralen Mediatoren stellt sich somit substanz-, geschlechts- und altersübergreifend als stabil dar.
Die Effekte des vermeidenden Copingstils auf den Substanzkonsum werden vor allem über die emotionsregulierende Funktionsüberzeugung mediiert und lassen sich in allen drei Modellen nachweisen. Der verringerte Konsum bedingt durch einen mediierten aktiven Copingstil beschränkt sich auf Alkohol und illegale Drogen und konnte nicht für den Zigarettenkonsum nachgewiesen werden. Eine hohe Risikoorientierung führt bei allen drei Modellen zu einem gesteigerten Substanzkonsum, der wiederum über die Funktionsüberzeugungen mediiert wird. Der Stellenwert der Identitätsregulation und der Genussfunktion als Mediatoren tritt dabei in den Vordergrund und weist auf Eustress-Komponenten hin.

Die Ergebnisse ermöglichen einen Ausblick für weitere Studien und beinhalten Bezüge zur Suchtprävention.


Gleich, U. (1997)

Parasoziale Interaktionen und Beziehungen von Fernsehzuschauern mit Personen auf dem Bildschirm.
Ein theoretischer und empirischer Beitrag zum Konzept des aktiven Rezipienten


(Psychologie, Bd. 14)
ISBN-10: 3-931147-44-4


Görn, A., Spinath, B., Hennecke, B. & Stiensmeier-Pelster, J. (2002)

Assessment-Center als Methode moderner Personalentwicklung Ein Leitfaden für die Praxis

(Psychologie, Bd. 45)
ISBN-10: 3-933967-76-7, 157 S., € 22,90



Das vorliegende Buch bietet einen praktischen Leitfaden zur Implementierung von Assessment-Centern im Rahmen der Personalauswahl und Personalentwicklung. Neben theoretischen Grundlagen werden insbesondere praktische Hinweise zur Konstruktion und Durchführung von Assessment-Centern erörtert. Das Buch enthält zudem zahlreiche Materialien, deren Einsatzmöglichkeiten erläutert werden. Die Materialien sind so aufgearbeitet, dass diese leicht für verschiedene Zwecke adaptiert und problemlos eingesetzt werden können.


Horn, R. (2003)

Probleme des interkulturellen Einsatzes von Fragebogen.
Vergleichende Analyse von Benchmarks anhand von Daten aus den USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland –
eine empirische Analyse zum Bias-Problem


(Psychologie, Bd. 46)
ISBN-10: 3-933967-84-8, 218 S. € 29,90

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Inhalt     Vorwort und Einleitung

Bei der Übertragung von Fragebogen von einer Sprache in eine andere standen in den meisten Fällen die Probleme einer angemessenen Übersetzung der Testitems (Item-Bias) im Vordergrund. Trotzdem war festzustellen, dass vor allem bei komplexeren Verhaltensweisen, wie z. B. etwa dem Führungsverhalten und Persönlichkeitsmerkmalen, die Äquivalenz von Original und adaptierter Version nur selten erreicht werden konnte.
Anhand einer Analyse der Daten eines Fragebogens zum Führungsverhalten und ergänzenden Informationen, die bei Managern, deren Vorgesetzten, den Kollegen und Mitarbeitern in den USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland erhoben wurden (insgesamt umfasst die Stichprobe über 10 000 Personen), wird gezeigt, dass sich die Auswirkungen kultureller Einflüsse in der unterschiedlichen Wahrnehmung der zugrunde liegenden Konstrukte (Konstrukt-Bias) und den Methoden der Erfassung (Methoden-Bias) widerspiegeln.
Der größte Einfluss kommt dabei dem Konstrukt-Bias zu, dessen Auswirkungen sich nur dann untersuchen lassen, wenn neben den Fragebogendaten weitere Informationen zur Verfügung stehen.


Jäger, R. S. (2003)

Praxis der Psychologischen Diagnostik.
Eine empirische Untersuchung über Tätigkeit, Einsatzgebiete, praktisches Handeln, Erfahrung und Wissen von praktisch tätigen Diagnostikern


(Psychologie, Bd. 33)
ISBN-10: 3-933967-20-1, 121 S., € 14,90

Inhalt     Vorwort

Eine Stichprobe von N = 306 Praktikern, allesamt diplomierte Psychologen, wurde über ihre Tätigkeit als Diagnostiker befragt. Die Daten erlauben eine Aussage über den diagnostischen Anteil an ihrer Tätigkeit als Psychologen, die innerhalb ihrer Tätigkeit verwendeten diagnostischen Verfahren, ihre eigenen Fragestellungen, aber auch Defizite hinsichtlich des diagnostischen Instrumentariums, das sie in der Gegenüberstellung mit dem Angebot erleben. Diesen Angaben der Diagnostiker werden Informationen über den Einsatz von PCs bei der psychologischen Tätigkeit ebenso gegenübergestellt, wie die Einschätzung von Bereichen, in denen der PC sinnvoll innerhalb der Diagnostik eingebracht werden kann sowie Kenntnisse in Testtheorie.
Alle Daten belegen erhebliche Kenntnisdefizite über das auf dem Markt befindliche Instrumentarium, in Kenntnissen von testtheoretischen Positionen sowie in den Möglichkeiten, PCs in die praktische Tätigkeit als Diagnostiker einzubeziehen. Dieses strukturelle Problem der Ausbildung in den Universitäten wird aufgenommen, um unter anderem Vorschläge für eine Verbesserung in der Ausbildung abzuleiten.


Jesse, A. (2000)

Wohlbefinden von Frauen in alternativen Familienformen.
Ein Vergleich von allein erziehenden Frauen, Müttern aus Zweielternfamilien und Frauen aus Stieffamilien


(Psychologie, Bd. 26)
ISBN-10: 3-931147-57-6, 444 S., € 34,90


Die Zahl der Einelternfamilien ist seit Jahren im Steigen begriffen; damit zusammenhängend auch die Zahl an Stieffamilien. Die Gesellschaft trägt diesem Sachverhalt jedoch nur sehr zögerlich Rechnung und favorisiert die traditionelle Form der Zweielternfamilie nach wie vor als Garant für eine gesunde Entwicklung aller Familienmitglieder. Die vorliegende Studie hat sich daher zum Ziel gesetzt, das Wohlbefinden von Frauen in alternativen Familienformen zu untersuchen. Dabei vergleicht sie nicht nur die Befindlichkeit von allein erziehenden Frauen, von in erster Ehe verheirateten Müttern und von Frauen in Stieffamilien, sondern untersucht auch den Einfluß weiterer Variablen, die einen möglichen Zusammenhang zwischen dem Wohlbefinden und dem Familienstand moderieren. Aus den Ergebnissen werden abschließend interessante Implikationen für Beratungsprogramme abgeleitet.


Klinkner, M. (2000)

Elternberatung für Alleinerziehende.
Eine Evaluationsstudie


(Psychologie, Bd. 34)
ISBN-10: 3-933967-13-9, 501 S., € 35,90



Zunehmende Scheidungsraten in den 80er und 90er Jahren weisen auf sozialpsychologische Veränderungen innerhalb der Familienstrukturen, die von immer mehr Eltern und Kindern zu bewältigen sind. Alleinerziehende sehen sich dabei vor allem in ihrer Erziehungskompetenz besonders gefordert. Obwohl die sozialen Phänomene Trennung und Scheidung von wachsender gesellschaftlicher Brisanz sind, existieren im deutschsprachigen Raum bislang wenig systematische Beratungskonzepte, mit denen die spezifischen Auswirkungen auf die Erziehungssituation aufgefangen werden können.
Das vorliegende Buch ist im Rahmen eines Projekts zur Entwicklung eines spezifischen Elternberatungsangebotes für Alleinerziehende entstanden, um bestehenden Defiziten im Bereich der Trennungs- und Scheidungsberatung entgegenzuwirken. Zur Analyse der Einsatzmöglichkeiten des neu entwickelten Beratungskonzeptes wurde eine umfassende Evaluationsstudie durchgeführt, deren Ergebnisse in diesem Buch dargestellt sind.


Leibbrand, R. (1997)

Therapieeffekte bei somatoformen Störungen in Abhängigkeit vom zusätzlichen Vorliegen von Persönlichkeitsstörungen

(Psychologie, Bd. 15)
ISBN-10: 3-931147-47-9, 145 S., € 24,90

 


Der Band beschäftigt sich mit zwei für die klinisch-psychologische Praxis relevanten Themen: Zum einen wird die Wirksamkeit einer verhaltenstherapeutischen, störungsspezifisch ausgerichteten Behandlung bei Patienten mit stark chronifizierten körperlichen Beschwerden ohne organische Ursache untersucht; zum anderen wird überprüft, wie sich zusätzlich vorliegende Persönlichkeitsstörungen auf die Behandlung dieser Beschwerden auswirken.


Merkens, A. (2000)

Stereotype und Personwahrnehmung


(Psychologie, Bd. 37)
ISBN-10: 3-933967-22-8, 148 S., € 21,90

 

 


Die Frage, ob Frauen anders wahrgenommen werden als Männer und welche Rolle dabei Stereotypen spielen, ist aus Sicht der Sozialpsychologie für die gesellschaftliche Ungleichheit zwischen Männern und Frauen zentral. Die Bildung eines Eindrucks liegt z. B. der Vergabe von Führungspositionen in der Personalauswahl zugrunde. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Einfluß sozialer Situationen auf die Wahrnehmung von Männern und Frauen. In drei Eindrucksbildungsexperimenten wird dabei folgenden Fragen nachgegangen: Werden Personen stereotypisiert wahrgenommen, wenn sie sich in typisch weiblichen oder männlichen Situationen befinden? Nehmen wir Menschen anders wahr, wenn wir zuvor einer typisch männlichen Situation ausgesetzt waren, als wenn wir zuvor einer typisch weiblichen Situation ausgesetzt waren? Ist die Wahrnehmung von Männern und Frauen davon abhängig, ob die wahrgenommene Person sich gemäß den situativen Erwartungen verhält oder nicht?


Müller, G. F. (Hrsg.). (2000)

Existenzgründung und unternehmerisches Handeln – Forschung und Förderung

(Psychologie, Bd. 31)
ISBN-10: 3-933967-10-4, 199 S., € 21,90

 


Das Buch informiert über Bedingungen und Hintergründe selbstständiger Erwerbstätigkeit und unternehmerischer Initiativen. Welche Faktoren tragen dazu bei, dass Personen den Schritt in die Selbstständigkeit wagen? Welche Anforderungen erwarten sie, welche Ziele und Dispositionen sind wichtig, diesen Anforderungen gewachsen zu sein? Wie lassen sich Persönlichkeitspotenziale von Existenzgründern diagnostizieren und wie gelingt es, unternehmerischen Initiativen zum Erfolg zu verhelfen? Die Person steht auch beim unternehmerischen Handeln im Vordergrund: ihre Selbstführungskompetenzen und Eigenschaftsmerkmale, ihre seelische Gesundheit und Fähigkeit, Belastungen verarbeiten zu können. Antworten werden auch darauf gegeben, welche Bedeutung unternehmerisches Handeln bei Top-Führungskräften und saisonalen Mitarbeitern besitzt und was international erfolgreiches unternehmerisches Handeln auszeichnet. Das Buch verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Erfahrungen und dürfte daher für Forscher und Anwender gleichermaßen interessant und anregend sein.


Mutz, R. (2001)

Studienreform als Programm.
Programmevaluation zur Akzeptanz des reformierten Studiengangs „Forstwissenschaft“ bei Lehrenden und Studierenden


(Psychologie, Bd. 38)
ISBN-10: 3-933967-34-1, 311 S., € 30,90


Leitidee dieses Buches ist es, Studiengänge als Programme, Lehrevaluationen als Programmevaluationen zu verstehen, anknüpfend an die amerikanische Evaluationsforschung. Am konkreten Fall des neuen Studiengangs „Forstwissenschaft“ in Freiburg wird dieses Reformprojekt als Programm, die durchgeführte Evaluation als Programmevaluation konzeptualisiert. Diese Studienreform, die radikal bricht mit dem bisherigen Studienbetrieb beispielsweise durch Einführung eines Blockstudiums, eröffnet nicht nur neue Wege universitärer Lehre, sondern auch neue Wege der Lehrevaluationsforschung (z. B. Five-Box-Konzept von Wittmann, Ajzen & Fishbein-Einstellungsmodell, objektive Hermeneutik von Oevermann ...).


Neuderth, S. (2004)

Externe Qualitätssicherung durch Peer-Review.
Entwicklung und Evaluation eines Peer-Review-Verfahrens in den Kliniken zur Berufsgenossenschaftlichen Stationären Weiterbehandlung der gesetzlichen Unfallversicherung


(Psychologie, Bd. 48)
ISBN-10: 3-937333-01-0, 279 S., € 32,90

Qualitätssicherung wird vor dem Hintergrund der gesetzlichen Bestimmungen und der angespannten Lage im Gesundheitswesen zunehmend an Bedeutung gewinnen. In der medizinischen Rehabilitation stellt das Peer-Review-Verfahren bereits seit mehreren Jahren ein Routine-Instrument der externen Qualitätssicherung durch die Kostenträger dar. Es wird eingesetzt, um eine Qualitäts-Bewertung von Behandlungsprozessen durch Fachkollegen durchzuführen. Nahezu jede medizinische Rehabilitationsklinik ist an einem Peer-Review-Verfahren der Kostenträger beteiligt.
In Zukunft wird die Qualität der Klinikbehandlung ein wichtiges Kriterium für die Versorgungsplanung und Zuweisungssteuerung darstellen. Damit ist die Forderung verknüpft, dass die Bewertungsverfahren wissenschaftlichen Standards genügen.
Die vorliegende Arbeit beschreibt die Entwicklung, Implementierung und Evaluation eines Peer-Review-Verfahrens als externe Qualitätssicherungsmaßnahme in den Kliniken zur Berufsgenossenschaftlichen Stationären Weiterbehandlung (BGSW) der gesetzlichen Unfallversicherung. Dabei stehen Fragen der Praktikabilität des Verfahrens, der Reliabilität sowie der Aussagekraft der erzielten Ergebnisse im Vordergrund.
Vor dem Hintergrund eines zunehmenden Ressourcenverbrauchs durch Qualitätssicherungsprogramme ist zu fordern, dass sich die Qualitätssicherung der Herausforderung der Evaluation ihrer Ergebnisse stellen muss. Dieses Buch gibt einen Anstoß dafür, auch etablierte Verfahren wie das Peer-Review einer kritischen Evaluation zu unterziehen und auf Basis der Ergebnisse, gemeinsam mit den betroffenen Ärzten, Kostenträgern, Klinikbetreibern und Patienten, Möglichkeiten einer Weiterentwicklung zu diskutieren.


Offermann, C. (2001)

Risikofaktoren der Entstehung von Essstörungen bei Migrantinnen

(Psychologie, Bd. 41)
ISBN-10: 3-933967-51-1, 234 S., € 30,90



Migrantinnen stellen in der klinisch-psychologischen Forschung bisher eine weitgehend vernachlässigte Gruppe dar, obwohl erste empirische Hinweise darauf vorliegen, dass sie unter bestimmten Bedingungen einem erhöhten Risiko ausgesetzt sind, an einer Essstörung zu erkranken. In diesem Buch wird daher, ein migrantinnenspezifisches Rahmenmodell der Entstehung von Essstörungen entwickelt und empirisch geprüft, um weiteren Aufschluss darüber zu erhalten, ob und unter welchen Bedingungen Migrantinnen als Risikogruppe für Essstörungen gelten müssen.


Proyer, R. T. (2006)

Entwicklung Objektiver Persönlichkeitstests zur Erfassung des Interesses an beruflichen Tätigkeiten

(Psychologie, Bd. 52)
ISBN-10: 3-937333-41-X, 306 S., € 39,90



Das vorliegende Buch beschreibt die Entwicklung von Objektiven Persönlichkeitstests (OPTs) zur Erfassung des Interesses an beruflichen Tätigkeiten. Bei OPTs handelt es sich um Tests, bei denen aufgrund von leistungstestähnlichen Aufgaben auf Persönlichkeitseigenschaften (hier: berufliche Interessen) geschlossen wird. Der theoretische Hintergrund dazu, verschiedene Umsetzungsmöglichkeiten und empirische Ergebnisse zu umgesetzten Tests werden vorgestellt. Die Vorgehensweise ist in die Berufsinteressentheorie von J. L. Holland eingebettet, bei der sechs Interessendimensionen (praktisch-technisch, intellektuell-forschend, künstlerisch, sozial, unternehmerisch und konventionell) unterschieden werden. Darüber hinaus enthält das Buch eine von Experten kodierte Liste mit beruflichen Tätigkeiten, die ergänzend zu der üblichen Kodierung von Berufen verwendet werden kann. In der abschließenden Diskussionen werden die Vorteile eines multimethodischen Vorgehens, im Sinne einer Kombination verschiedener diagnostischer Ansätze (Fragebogen, nonverbale Tests, Objektive Persönlichkeitstests), vorgestellt.


Rodá-Leger, P. (2002)

Entwicklung eines Testverfahrens zur Potentialanalyse in der Führungskräfteentwicklung

(Psychologie, Bd. 11). (2. korr. Auflage)
ISBN-10: 3-933967-65-1, 325 S., € 29,90



Der Anhang dieses Buches ist hier als Download im pdf-Format verfügbar (ca. 3 MB)

Fragt man nach Aufgaben und Anforderungen, an denen sich Unternehmen messen müssen, um sich dauerhaft am Markt behaupten zu können, so werden immer wieder Themen wie Qualitätsverbesserung, Produktivität, Arbeitsleistung, Sicherheit, Kundenorientierung, Finanzkontrolle bis hin zum „Teilhaben“ am technologischen Wandel genannt. Flexibilität und die Fähigkeit, sich der zunehmenden Komplexität innerhalb und außerhalb der Organisation zu stellen, werden daher zunehmend wichtiger. In Anbetracht dieser Entwicklungen erscheint es um so dringlicher, Führungskräfte hinsichtlich relevanter Fach- und Managementkompetenzen zu qualifizieren.
Dieser Band nimmt eine Vielzahl von Fragen auf, die sich im Kontext der Potentialbeurteilung bei Führungskräften ergeben. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung eines Testverfahrens zur Potentialanalyse bei der Führungskräfte-Entwicklung. Dabei werden neben relevanten theoretischen Grundlagen verschiedene Methoden der Testentwicklung diskutiert.
Es resultiert das Testverfahren TEDK, das auf Vergleichswerten von 450 Führungs- und Führungsnachwuchskräften unterschiedlicher hierarchischer Ebenen und Funktionsbereiche basiert.


Schauder, T. (1998)

Selbstwert, Angst und Ursachenzuschreibung

(Psychologie, Bd. 22)
ISBN-10: 3-931147-86-X


Schmidt, A. (2000):

Wie sich Gesundheit während einer stationären Rehabilitationsmaßnahme verändert! Qualitative Aspekte für eine Optimierung des Gesundheitsmanagements

(Psychologie, Bd. 35)
ISBN-10: 3-933967-14-7, 373 S., € 33,90


Hohe und messbare Qualität ist eine wesentliche Zugangsvoraussetzung auf dem Gesundheitsmarkt, die auch die medizinische Rehabilitation beweisen muss. Rehabilitationserfolge zeigen sich sowohl in objektiv messbaren physiologischen und verhaltensmäßigen Veränderungen als auch in subjektiv empfundenen Reaktionen. Inwieweit es gelingt, das Gesundheitsverhalten im Rahmen einer stationären Rehabilitationsmaßnahme zu optimieren, ist Gegenstand des Buches. Unter Berücksichtigung demografischer Variablen werden Verhaltensvariationen in Bezug auf Ernährung, Rauchen, Alkohol- und Medikamentenkonsum, Bewegung, Schlaf; Wohlbefinden und psychosoziale Belastungen sowie Freizeit- und Entspannungsaktivitäten erfasst und hinsichtlich konkreter Veränderungen überprüft. Strukturelle Zusammenhänge einzelner Verhaltensweisen, zum Beispiel auch mit Optimismus, sollen Aufschluss über verhaltensmoderierende Faktoren, wie kognitive Bewertungen, geben und werden zur Überprüfung theoretischer Modellannahmen eines „Gesundheitsmanagements“ herangezogen. Es werden Variablen identifiziert, die die Entstehung von Änderungsintentionen bzw. tatsächlich erfolgte (Verhaltens-) Änderungen erklären können – die Ergebnisse der gesundheitspsychologischen Untersuchung haben somit auch praktische Relevanz.


Schüle, I. (1996)

Belastung durch Krebs und Verarbeitung der Krankheit.
Eine empirische Längsschnittuntersuchung bei Mammacarcinom-Patientinnen


(Psychologie, Bd. 8)
ISBN-10: 3-931147-22-3, 414 S., € 32,90


Der Band arbeitet detailliert medizinische und psychologische Literatur zur Psychoonkologie auf und diskutiert diese kritisch. Er enthält außerdem Forschungsergebnisse und neue Erkenntnisse in der Copingforschung bei Brustkrebs-Patientinnen. Im empirischen Teil wird über eine standardisierte Befragung von 50 Brustkrebs-Patientinnen berichtet.


Schweer, M. (1998)

Vertrauen.
Eine bibliographische Auswahl


(Psychologie, Bd. 20)
ISBN-10: 3-931147-65-7, 240 S., € 24,90

 


Vertrauen ist für die Entwicklung und die Qualität zwischenmenschlicher Beziehungen ebenso grundlegend wie für das Funktionieren gesellschaftlicher Systeme. Dies spiegelt sich denn auch in dem zunehmenden Interesse wider, das diesem Phänomen von seiten diverser Wissenschaftsdisziplinen beigemessen wird. Darüber hinaus wird die Bedeutung von Vertrauen auch in verschiedenen Anwendungsfeldern evident, wie etwa in therapeutischen oder pädagogischen Bezügen. Vor diesem Hintergrund bietet diese Bibliographie dem interessierten Leser, nach einer Einführung in die wesentlichen Ansätze und Befunde der Vertrauensforschung, einen Überblick über die Beiträge aus den verschiedenen Forschungs- und Anwendungsfeldern der Psychologie und verwandter Disziplinen sowie Anregungen zu weiterführenden Fragestellungen.


Schweizer, K. (2000)

Intelligenz und Kognition.
Die kognitiv-biologische Perspektive der Intelligenz

(Psychologie, Bd. 30)
ISBN-10: 3-933967-08-2, 219 S., € 22,90

 


In diesem Buch werden die moderne Sichtweise von Intelligenz, ihre Fundierung in der kognitiven Psychologie und ihre Bezüge zu biologischen Konzepten dargestellt. Leistungsunterschiede bei der Bearbeitung von Intelligenztestaufgaben werden auf Merkmale der Informationsverarbeitung und biologische Faktoren zurückgeführt. Das Zusammenwirken der Komplexität kognitiver Anforderungen mit der Kapazitätslimitierung kognitiver Strukturen wird als Ursache für Erfolg und Versagen thematisiert. Vor diesem Hintergrund werden Verbindungen zwischen elementaren und komplexen Leistungen sowie zwischen so unterschiedlichen Dingen wie der Aufmerksamkeit, dem Gedächtnis, der Wahrnehmung und dem Problemlösen hergestellt. Diese Sichtweise von Intelligenz kann dazu beitragen, individuelle Leistungsunterschiede besser zu verstehen und bietet Ansatzpunkte für die Nutzung der individuellen Ressourcen sowie die Kompensation von Defiziten.


Simon, P. (2002)

Die Entwicklung eines Modells der Gruppeneffektivität und eines Analyse-Instruments zur Erfassung des Leistungspotentials von Arbeitsgruppen

(Psychologie, Bd. 44)
ISBN-10: 3-933967-62-7, 240 S., € 34,90


Die Förderung der Leistungsfähigkeit von Arbeitsgruppen ist ein zentrales Thema von Teamentwicklungsmaßnahmen. Die bisher erzielten Erkenntnisse der experimentellen Kleingruppenforschung über die effektivitätsbestimmenden Faktoren in Arbeitsgruppen sind jedoch sehr widersprüchlich, so daß es fast schon arbiträr erscheint, welche Maßnahmen zur Förderung der Leistung einer Gruppe durchgeführt werden. Der Autorin dieses Werkes ist es erstmals gelungen, ein integratives, in sich konsistentes Modell der Gruppeneffektivität zu entwickeln, das konkret Auskunft über die leistungsdeterminierenden Anforderungen an Arbeitsgruppen gibt. Dieses Modell, dem mit 92,3% eine für psychologische Untersuchungen extrem hohe Varianzaufklärung in den Leistungen der Arbeitsgruppen zugrunde liegt, kann in der organisationalen Praxis als Diagnoseinstrument zur Analyse und konkreten Vorhersage des zukünftigen Leistungspotentials von Arbeitsgruppen eingesetzt werden. Damit liegen wissenschaftlich abgesicherte Erkenntnisse über die leistungsdeterminierenden Anforderungen an Arbeitsgruppen vor, auf deren Grundlage es nun möglich ist, gezielte Trainingsmaßnahmen zur Förderung der Leistungsfähigkeit von Arbeitsgruppen einzuleiten. Der systematische Aufbau und die gute Strukturierung der Arbeit macht das Werk, trotz der wissenschaftlichen Herangehensweise der Autorin an die Thematik, auch für praktisch tätige Psychologen, Trainer, Manager oder all diejenigen, die mehr über die in Arbeitsgruppen ablaufenden Prozesse erfahren wollen, spannend und gut lesbar.


Sommer, R. (2000)

Die Rolle sozialer Unterstützung bei der Aufnahme und Fortführung gesundheitsbezogenen Verhaltens

(Psychologie, Bd. 28)
ISBN-10: 3-933967-06-6, 283 S., € 27,90

 

 

In zahlreichen Untersuchungen zum Gesundheitsverhalten zeigte sich, dass der gute Vorsatz allein ungeeignet ist, das tatsächliche Verhalten einer Person vorherzusagen. Viele Menschen sind zwar durchaus motiviert, etwas für ihre Gesundheit zu tun und ihr Verhalten zu ändern. Meist halten jedoch Vorsätze nicht lange an und man ist wieder im alten Trott. Welche Faktoren beeinflussen nun aber die dauerhafte Aufrechterhaltung einer gesundheitsbezogenen Verhaltensweise? Wie können Programme zur Gesundheitsförderung erfolgreicher gestaltet werden? Die vorliegende Studie untersuchte diese Fragen nun für die Teilnahme an Entspannungskursen und die langfristige Anwendung des Entspannungstrainings. Die Ergebnisse bestätigen die postulierte Bedeutung sozialer Unterstützungsfaktoren für das Gesundheitsverhalten.


Wagner, J. W. L. (2001)

Leistungsvergleiche in der Schule.
Bezugsgruppeneffekte und Fähigkeitsselbstkonzepte

(Psychologie, Bd. 39)
ISBN-10: 3-933967-45-7, 151 S., € 19,90



Aufgrund der Sozialen Vergleichstheorie von Festinger und den Befunden empirischer Arbeiten zu schulischen Bezugsgruppeneffekten ergeben sich unter anderem folgende Fragen:

 ►  Wie verändern sich Fähigkeitsselbsteinschätzungen und die Sicherheit dieser
 ►  Einschätzungen unter dem Einfluss eines Schul- bzw. Klassenwechsels?
 ►  Welche individuellen Merkmale sind daran beteiligt?
 ►  Mit wem vergleichen Schüler ihre Leistungen und aus welchen Gründen?
 ►  Von welchen individuellen Bedingungen werden soziale Vergleiche beeinflusst?
 ►  Welche Zusammenhänge bestehen zwischen Fähigkeitsselbsteinschätzungen und sozialen Vergleichen?

Untersucht werden diese Fragen in einer Längsschnittstudie an Schülern zweiter und vierter Klassen: Regelschülern, Sonderschülern, Repetenten; Haupt-, Realschülern und Gymnasiasten.


Wendt, W. (2001)

Belastung von Lehrkräften.
Fakten zu Schwerpunkten, Strukturen und Belastungstypen. Eine repräsentative Befragung von Berliner Lehrerinnen und Lehrern

(Psychologie, Bd. 43)
ISBN-10: 3-933967-53-8, 310 S., € 34,90


1 105 Berliner Lehrkräfte wurden nach beruflich bedingter Belastung befragt. Größe und Repräsentativität der Stichprobe erlauben differenzierte und in hohem Maße zuverlässige Aussagen. Die Ergebnisse werden in den drei zentralen Kapiteln des Buches vorgestellt.
Das erste Kapitel ist den Dimensionen der Belastung, das zweite den Schwerpunkten gewidmet, wobei Vergleiche von Untergruppen der Lehrerschaft (Ost/West, Geschlecht, Schulart, Unterrichtsfach) interessante Unterschiede zu Tage fördern. Im dritten Kapitel werden Belastungstypen bestimmt – Teilgruppen der Lehrerschaft, die sich bedeutsam in der Wahrnehmung von Belastung unterscheiden.
Den Leser/innen wird es anhand des beigefügten Fragebogens und der Referenzwerte ermöglicht, sich und die von ihnen erlebte Belastung abzuschätzen, im Verhältnis zu anderen zu positionieren und eine ungefähre Zuordnung zu einem der Belastungstypen vorzunehmen.


Wiesflecker, S. (2003)

Psychologische Anamneseerhebung mit Hilfe von Gesprächsleitfäden.
Zur Effizienz am Beispiel des Systemisch Orientierten Erhebungsinventars von Kubinger


(Psychologie, Bd. 47)
ISBN-10: 3-933967-86-4, 270 S., € 29,90


Das psychologische Erstgespräch ist sowohl für die psychologisch-diagnostische als auch für die psychotherapeutische Behandlung von entscheidender Bedeutung. Wissenschaftlich unbelegt war jedoch bislang, ob es sehr viel effizienter ist, eine psychologische Anamneseerhebung anhand eines Gesprächsleitfaden vorzunehmen, oder dies in unstrukturierter, sozusagen „intuitiver“ Form zu tun. Im Rahmen einer originell geplanten Untersuchung – deren Konzept wegen es sich bereits lohnt dieses Buch zu lesen ‑ wird dieser Frage nachgegangen.


Wolf, B., Becker, P. & Conrad, S. (Hrsg.). (1999)

Der Situationsansatz in der Evaluation.
Ergebnisse der Externen Empirischen Evaluation des Modellvorhabens „Kindersituation“


(Psychologie, Bd. 23)
ISBN-10: 3-931147-89-4, 359 S., € 35,90


Dieser detaillierte Forschungsbericht dokumentiert die erste größere externe empirische Evaluation des Situationsansatzes im Sinne von Zimmer und seines Umkreises.
Kinder, Erzieherinnen und Eltern aus 12 Modelleinrichtungen des Projekts „Kindersituationen“ wurden mit anderen Kindertagesstätten in allen neuen Bundesländern verglichen.
Durch die Nutzung einer Reihe verschiedener Quellen von Informanten und verschiedener Erhebungsmethoden ergeben sich vielschichtige Resultate, die sich auch auf die Aspekte der Konzeptionen, der Qualität und der Rahmenbedingungen der Tageseinrichtungen beziehen.


Zink, T. (1997)

Der Einfluß von handlungsbezogenen und kognitiven Persönlichkeitsmerkmalen auf das Lerngeschehen beim Wissenserwerb mit Hypertexten


(Psychologie, Bd. 17)
ISBN-10: 3-931147-52-5, 141 S., € 21,90


Das Buch beschäftigt sich mit Einflüssen von Persönlichkeitsmerkmalen auf das Lerngeschehen beim Wissenserwerb mit einem Hypertext (HT). Es wird ein theoretisches Modell vorgeschlagen, welches das Suchen nach Informationen innerhalb des HT als zielgerichtetes Handeln versteht.