Landauer
   Schriften zur
      Kommunikations- und
          Kulturwissenschaft

 

Herausgegeben von
Gerhard Fieguth, Jan Hollm und Heinz-Helmut Lüger

 

 

 

In der Reihe Landauer Schriften zur Kommunikations- und Kulturwissenschaft werden wissenschaftliche Arbeiten publiziert, die in Verbindung mit der Universität in Landau entstanden sind. Die Vielfalt des Themenspektrums kennzeichnet das Bemühen um fach- und disziplinübergreifende Kooperation. Als Kristallisationspunkte fungieren die Begriffe „Kommunikation“ und „Kultur“, und zwar zunächst aus der Sicht der Philologien Anglistik, Germanistik und Romanistik mit ihren Arbeitsfeldern Sprach-, Literatur-, Landeswissenschaft und Fachdidaktik. Hinzu kommen Titel aus Disziplinen wie Philosophie, Politik-, Geschichts-, Kunst- oder Religionswissenschaft, sofern ihre Beiträge an der thematischen Ausrichtung partizipieren.

Veröffentlicht werden wissenschaftliche Monographien, Qualifikationsarbeiten, Sammelbände und Studienbücher. Besonderes Interesse gilt auch regionalen und grenzüberschreitenden Fragestellungen sowie interkulturellen und deutsch-französischen Problemfeldern.


Ewa Drewnowska-Vargáné (2015)

Pressediskurse im Kontrast
Paralleltextanalysen zum Deutschen, Polnischen und Ungarischen

Landauer Schriften zur Kommunikations- und Kulturwissenschaft, Bd. 22

ISBN 978-3-944996-01-1
624 S., € 34,90

Inhalt

Die Monographie befasst sich mit einem internationalen und interlingualen Pressediskurs, dessen überwiegender Teil ein bestimmtes politisches Ereignis behandelt, den Kosovo-Krieg. Das Analysekorpus setzt sich aus rund 400 Textexemplaren zu Leserbriefen, harten Nachrichten, Kommentaren und Interviews zusammen. Alle Texte sind deutsch-, polnisch-, und ungarischsprachigen Presseorganen entnommen. Das übergreifende Ziel der Untersuchung besteht in der Herausarbeitung von kommunikationskulturellen Tendenzen, und zwar aus textsortenspezifischer und aus textsortenübergreifender Perspektive. Grundlage sind Befunde aus Paralleltextanalysen. Um das angestrebte Ziel zu erreichen, wird die kontrastive Textologie mit der sprach- und kulturvergleichenden linguistischen Diskursanalyse verknüpft. Die Untersuchungsergebnisse sind sowohl für die Ethno-, Textsorten- und Diskurslinguistik als auch in didaktischer Hinsicht von großer Relevanz.

Der Verfasserin ist habilitierte Dozentin und Leiterin des Lehrstuhls für Germanistische Linguistik am Institut für Germanistik der Universität Szeged (Ungarn).


Heinz-Helmut Lüger (Hrsg.). (2013)

Zeitzeugen auf der Spur – Landauer Profile und Karrieren

Landauer Schriften zur Kommunikations- und Kulturwissenschaft, Bd. 21
ISBN 978-3-941320-94-9
326 S., € 24,90

Inhalt     Einleitung

 

Der vorliegende Band erinnert an das Wirken und an die Verdienste einiger namhafter Persönlichkeiten aus Landau in der Pfalz. Es wird versucht, ihre Bedeutung für die heutige Zeit sichtbar zu machen und zu klären, in welchem Maße die dargestellten Personen als Zeugen ihrer Zeit, als Seismographen ihres Milieus und ihrer speziellen historischen Bedingungen gelten können. Zur Sprache kommen Zehn Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Kunst und Literatur, deren Impulse, deren Ideen weit über Landau und die Region hinaus Bekanntheit erlangt haben.


Hans W. Giessen (2012)

Publizieren: Texte, Bilder, Filme, Multimedia

Landauer Schriften zur Kommunikations- und Kulturwissenschaft, Bd. 20
ISBN 978-3-941320-82-6

176 S., € 14,90

Rezension

Heutzutage gibt es immer mehr Möglichkeiten und Medien, in und mit denen publiziert werden kann – und mitunter auch muss. Wie aber unterscheidet sich die inhaltliche Aufbereitung von Informationen im Rahmen eines Films von der Darstellung in einer akademischen Zeitschrift? Was publiziert man sinnvollerweise in welchem Medium? Oder umgekehrt, wenn ein spezifisches Medium ‚bedient‘ werden soll – wie müssen dann die Inhalte aufbereitet werden?

Der Band befasst sich mit Texten (akademischen und journalistischen, geschriebenen und gesprochenen), Bildern und bewegten Bildern sowie mit der Kombination in Multimedia-Angeboten. Er will eine Hilfestellung dabei geben, Inhalte in unterschiedlichen Distributionsformen angemessen darzustellen.

Der Verfasser ist Professor an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken, Fachrichtung Informationswissenschaft.


J. Hollm / A. Hüttermann / J.-U. Keßler / G. Schlemminger / B. Ade-Thurow (Hrsg.). (2013)

Bilinguales Lehren und Lernen in der Sekundarstufe I:
Sprache, Sachfach und Schulorganisation


Landauer Schriften zur Kommunikations- und Kulturwissenschaft, Bd. 19
ISBN 978-3-941320-84-0
308 S.,  € 19,90

Rezension

Der vorliegende Band fasst die wichtigsten ausgewählten Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitstudien zusammen, wie sie im Schulversuch in Baden-Württemberg zum bilingualen Sachfachunterricht in den Zielsprachen Englisch und Französisch seit 2007 durchgeführt wurden.

Die Herausgeber:
Jan Hollm, Professor für englische Literatur und ihre Didaktik
Armin Hüttermann, Professor für Geographie und ihre Didaktik
Jörg-U. Keßler, Professor für englische Sprache und ihre Didaktik
Benjamin Ade-Thurow, M. A., Doktorand der Fachdidaktik Englisch
Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
Gérald Schlemminger, Professor für französische Linguistik
Pädagogische Hochschule Karlsruhe


Isabelle Mordellet-Roggenbuck (2011)

Herausforderung Mehrsprachigkeit
Interkomprehension und Lesekompetenz in den zwei romanischen Sprachen
Französisch und Spanisch


Landauer Schriften zur Kommunikations- und Kulturwissenschaft, Bd. 18
ISBN 978-3-941320-68-0400 S., € 34,90

Rezension

In den letzten Jahren entwickelte sich mit der Interkomprehensionsforschung ein Forschungszweig, der vor allem die Untersuchung rezeptiver Mehrsprachigkeit zum Gegenstand hatte. Die Förderung der Lesekompetenz fand dabei besondere Berücksichtigung. Was bedeutet nun Mehrsprachigkeit im Rahmen der aktuellen Fremdsprachendidaktik? Warum ist es für die neue Schülergeneration so wichtig, mehrsprachig zu werden? Wie ist es möglich, aufgrund von Französischkenntnissen eine Lesekompetenz in einer anderen romanischen Sprache zu entwickeln? Inwiefern kann das Interkomprehensionsprinzip eine neue Herangehensweise in der Fremdsprachenvermittlung begründen?
Zur Beantwortung solcher Fragen werden zunächst einige theoretische Ansätze sowie wichtige kognitive und emotionale Voraussetzungen interkomprehensiven Lernens vorgestellt. Der Hauptteil des Buches widmet sich sodann einer empirischen Untersuchung, in der gezeigt wird, wie erwachsene Lerner mit guten Französischkenntnissen und ohne Kenntnis des Spanischen einen authentischen spanischen Pressetext interkomprehensiv zu verarbeiten vermögen. Die vorliegende Studie will zur weiteren Erforschung der Interkomprehension als Lernmethode und zu ihrer Umsetzung im Schulalltag beitragen.

Isabelle Mordellet-Roggenbuck ist Professorin für Didaktik der romani-schen Sprachen an der Universität Duisburg-Essen. In Forschung und Lehre beschäftigt sich die Romanistin u. a. mit Mehrsprachigkeitsdidak-tik, europäischer Sprachenpolitik sowie der Vernetzung der beiden Sprachen Französisch und Spanisch im Fremdsprachenunterricht.


Hans W. Giessen (2010)

Mythos Marathon. Von Herodot über Bréal bis zur Gegenwart


Landauer Schriften zur Kommunikations- und Kulturwissenschaft, Bd. 17
ISBN 978-3-941320-46-8
148 S., € 14,90

Rezensionen


Im Jahr 2010 wurde in Griechenland und weltweit der Schlacht von Marathon und damit auch des Marathonlaufs gedacht, die im Jahr 490 vor unserer Zeitrechnung und damit vor exakt 2.500 Jahren stattgefunden haben.

Das Buch will „Geschichten und Geschichte aus dem Kontext eines Mythos“ darstellen. Es beginnt mit der Schilderung der Schlacht bei Marathon, dazu kommen Informationen zu den unterschiedlichen Überlieferungen des damit zusammenhängenden ersten Marathonlaufes (Herodot, Herakleides Pontikos, Plutarch, Lukian). Insbesondere wird gezeigt, dass und wieso bereits die Schlacht von Marathon ein Mythos ist. Danach wird das Leben Michel Bréals beschrieben, des endgültigen Erfinders des Marathonlaufes. Anschließend werden die Marathonläufe bei den olympischen Spielen dargestellt, schließlich die Entwicklung zum globalen Mythos. Eingebettet sind Passagen, in denen auf die physischen und psychischen Auswirkungen eines Marathonlaufs auf den Läufer eingegangen wird. Der Kreis schließt sich, indem das Leben der verschiedenen „Erfinder des Marathon“ nach dieser Erfindung geschildert wird. Der Band schließt mit einem weiteren Mythos, demjenigen der Eugubinischen Tafeln – als „Ehrenrunde“, denn nach einem langen Marathonlauf soll man sich nicht sofort hinsetzen, sondern muss noch ein bisschen weitergehen.

Der Verfasser ist Professor an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken, Fachrichtung Informationswissenschaft.


Götz Schwab (2009)

Gesprächsanalyse und Fremdsprachenunterricht


Landauer Schriften zur Kommunikations- und Kulturwissenschaft, Bd. 16
ISBN 978-3-941320-16-1
436 S., € 34,90

Rezensionen

Das fremdsprachliche Klassenzimmer ist ein Ort, an dem institutionelle Gespräche stattfinden. Die Gesprächsforschung hat sich schon seit Längerem der Aufgabe gestellt, solche Interaktionen genauer zu untersuchen. Was sich allerdings im angelsächsischen Raum unter der Überschrift Conversation Analysis for Second Language Acquisition etabliert hat, konnte bisher im deutschsprachigen Raum nur sehr eingeschränkt Fuß fassen. Hier schließt die Arbeit eine Lücke, indem sie einem Paradigma folgt, welches die unterrichtliche Interaktion als konstitutives Element sprachlichen Lernens und Handelns erachtet und mikroanalytisch untersucht.

Neben einer konsequent konversationsanalytischen Herangehens­weise fokussiert die Arbeit aber auch auf die besondere Klientel ver­meintlich schwächerer Schülerinnen und Schüler, wie sie insbeson­dere in Hauptschulen zu finden sind. Dabei werden weniger deren Defizite als ihre Fähigkeiten und Kompetenzen herausgearbeitet, die sich vor allem in dem manifestieren, was der Autor als Schülerinitia­tive bezeichnet und in den analytischen Mittelpunkt stellt.

Der Verfasser studierte die Fächer Englisch, Geschichte und ev. Theologie / Religionspädagogik für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen. Nach 5-jähriger Lehrtätigkeit an einer Hauptschule wechselte er an die Pädagogische Hochschule Ludwigsburg, um im Fach Englisch zu promovieren. Er ist heute Leiter der Geschäftsstelle des Forschungsverbunds Hauptschule der Pädagogischen Hochschulen in Baden-Württemberg.


Heinz-Helmut Lüger / Hartmut E. H. Lenk (Hrsg.). (2008)

Kontrastive Medienlinguistik

Landauer Schriften zur Kommunikations- und Kulturwissenschaft, Bd. 15
ISBN 978-3-937333-99-1
460 S., mit CD-ROM, € 34,90

Rezensionen

Medienlinguistik beschäftigt sich, so tautologisch das klingt, mit dem Sprachgebrauch in den Medien; sie ist nicht eigentlich eine neue linguistische Teildisziplin, sondern bezeichnet ein (mehr oder weniger) neues Untersuchungsfeld im Rahmen einer pragmatisch ausgerichteten Sprachwissenschaft. Medienlinguistik partizipiert insofern an Begriffen und Methoden, wie sie aus der Analyse sprachlichen Handelns und kommunikativer Praxis hervorgegangen sind.

Die Beiträge des vorliegenden Bands gehen zurück auf eine internationale Fachkonferenz „Kontrastive Medienlinguistik“, die am 18./19. Mai 2007 in Landau/Pfalz stattfand; sie bieten Analysen zur Tages- und Zeitschriftenpresse und beleuchten Strategien der Werbung und der "neuen Medien".

Die Herausgeber:
Hartmut E. H. Lenk, Priv.-Doz. und Universitätslektor am Germanistischen Institut der Universität Helsinki.
Heinz-Helmut Lüger, Professor für Romanistik an der Universität Koblenz-Landau.


Hans W. Giessen / Heinz-Helmut Lüger / Günther Volz (Hrsg.). (2007)

Michel Bréal – Grenzüberschreitende Signaturen

Landauer Schriften zur Kommunikations- und Kulturwissenschaft, Bd. 13
ISBN 978-3-937333-63-2
412 S., € 29,90

Rezensionen

Michel Bréal wurde 1832 in Landau geboren. Sein Leben wäre der Stoff für einen deutsch-französischen Bildungsroman des 19. Jahrhunderts gewesen. Von Landau aus gelingt ihm eine außergewöhnliche Karriere und der Aufstieg in die höchsten Kreise der Weltstadt Paris. Bréal gilt als einer der bedeutendsten Wissenschaftler seiner Zeit; er studierte in Paris und Berlin, erwirbt Kenntnisse in den verschiedensten indoeuropäischen Sprachen, wird Professor für Vergleichende Grammatik, zunächst am Collège de France, dann auch an der École Pratique des Hautes Études, er erhält die Ehrendoktor-Würde der Universitäten Zürich und Bologna und wird Mitglied des renommierten Institut de France.

Der vorliegende Band versucht, einen Überblick über das wissenschaftliche, pädagogische und politische Wirken Bréals zu geben und zur weiteren Beschäftigung mit seinem Werk anzuregen.


Michaela Sambanis (2007)

Sprache aus Handeln
Englisch und Französisch in der Grundschule

Landauer Schriften zur Kommunikations- und Kulturwissenschaft, Bd. 14
ISBN: 978-3-937333-64-9
424 S.,  € 34,90

Rezensionen

Das Buch ist das Ergebnis eines wissenschaftlichen und empirischen Forschungsprojektes, dessen wesentliches Ziel darin bestand, die Entwicklung zielsprachlicher Sprechhandlungsfähigkeit von Grundschülern im Fremdsprachenunterricht Englisch und Französisch zu verbessern. Auf der Basis wissenschaftlicher Recherchen und unterrichtspraktischer Erprobungen in einer jahrgangshomogenen und einer jahrgangsübergreifenden Klasse wurden Erkenntnisse gewonnen, die die Konzeption eines innovativen Lehr- und Lernansatzes, des ko-aktiven Konzeptes, ermöglichten. Es stellt zugleich eine Weiterentwicklung und eine Alternative zu verstehensbasierten Ansätzen dar, misst der Lerngemeinschaft wesentliche Bedeutung bei und wendet sich insbesondere dem Anfangsunterricht als einer entscheidenden Phase zu.

Die gewonnenen Erkenntnisse wurden schließlich, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem Unterricht in der Zielsprache Englisch und in der Zielsprache Französisch aufzeigen zu können, einander gegenübergestellt.

Die Verfasserin studierte die Fächer Französisch, Englisch, Deutsch und Philosophie (Lehramt), trat 1997 in den Schuldienst ein, promovierte 1999 und habilitierte sich 2006 an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe mit dem Forschungsprojekt Sprache aus Handeln.


Heribert Rück (2008)

Fremdsprachen in der Grundschule. Französisch und Englisch
(2., überarbeitete Auflage)


Landauer Schriften zur Kommunikations- und Kulturwissenschaft, Bd. 4
ISBN 978-3-937333-86-1, 264 S., € 17,90
1. Auflage 2004

Rezensionen

Das Buch ist entstanden auf der Grundlage einer mehr als 20jährigen Lehr- und Forschungstätigkeit auf dem Gebiet des Frühen Fremdsprachenerwerbs. Ergebnis dieser Arbeit ist eine Konzeption, die Erkenntnisse der Psycholinguistik mit grundschulpädagogischen Vorgaben verbindet und auf einen Unterricht abzielt, der sich nicht mit dem vagen Begriff einer „Sensibilisierung“ für die jeweilige Fremdsprache zufrieden gibt, sondern bestrebt ist, zu kommunikativen Ergebnissen zu führen. Mit Hilfe eines reichen, gezielten und für die Kinder verständlichen Input sollen die Lernenden in die Lage versetzt werden, implizite Regeln zu bilden, das heißt Sprache progressiv zu entdecken, und so vom verstehenden Hören zum Sprechen (und in Grenzen auch Lesen und Schreiben) zu gelangen.

Der Autor war bis 1999 Professor am Institut für Romanistik der Universität Koblenz-Landau, Campus Landau. Eines seiner Haupt-Forschungsgebiete war und ist der Fremdsprachenfrüherwerb.