Landauer Schriften zur Kommunikations- und Kulturwissenschaft (28):

Michel Bréal: Semantik

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Inhalt

Die internationale Bedeutung des 1832 in Landau/Pfalz geborenen und später nach Frankreich übergesiedelten Michel Bréal ist vor allem auf seine Schriften und sein Wirken als Sprachwissenschaftler und Bildungsreformer zurückzuführen. Bereits mit 34 Jahren wird er Professor für Vergleichende Grammatik am prestigereichen Collège de France. Die Karriere hätte schneller und steiler kaum sein können.
Bezüglich seiner wissenschaftlichen Aktivität ist Bréal ein Meister der Interdisziplinarität. Es gibt kaum ein philologisches Gebiet, zu dem er nicht fundierte Studien liefert. Ob es sich um grammatische Phänomene des Griechischen oder Lateinischen, die Sanskrit-Forschung, die Übersetzung und Interpretation der Eugubinischen Tafeln, die griechische Mythologie, Arbeiten zu Goethe und Homer oder um Fragen der Fremdsprachendidaktik handelt, überall gelingt es Bréal, mit soliden Analysen und innovativen Vorschlägen zum wissenschaftlichen Fortschritt beizutragen. Darüber hinaus zeichnet es Bréal aus, ebenfalls in Bereichen wie der Pädagogik und der Bildungspolitik herausragende Arbeiten vorgelegt zu haben.
Einer breiteren Öffentlichkeit dürfte Bréal auch als „Erfinder“ des olympischen Marathonlaufs bekannt sein: Auf ihn geht schließlich die Idee zurück, für die Olympischen Spiele 1896 den Marathonlauf in das offizielle Programm aufzunehmen.
Bei dem Essai de sémantique von 1897 handelt es sich ohne Frage um das zentrale sprachwissenschaftliche Werk von Bréal, mit dem er nicht nur einen entscheidenden Impuls für die Etablierung einer neuen Disziplin, der Semantik, gibt, sondern auch viele Anstöße für eine Neuorientierung der Sprachwissenschaft allgemein liefert.

Bibliographische Angaben

Herausgeber*innen Heinz-Helmut Lüger
Christine Bergdoll
Gabriele Straßer
Band/Heft 28
Erscheinungsjahr 2020
ISBN-13 978-3-944996-71-4
ISBN-10 3-944996-71-2
Seiten 300
Sprache Deutsch
Bindung Hardcover