In: Lehrerbildung auf dem Prüfstand 2019 – 12 (2):

Anschluss, Leistung, Macht:

Basismotive von Lehramtsstudierenden

5,00

digitales Produkt

Inhalt

Die Studienmotivation von Lehramtsstudierenden wurde bislang entlang von Berufswahlmotiven untersucht (vgl. Watt & Richardson, 2007; Pohlmann & Möller, 2010; Rothland, 2014). Eine grundlegendere Analyse von Diskrepanzen zwischen bewusst-expliziten und unbewusst-impliziten Basismotiven (im Anschluss an Kuhl, 2001), welche eine ganzheitlichere Sicht auf die Motive Lehramtsstudierender und damit ein tieferes Verständnis derselben ermöglicht, erfolgte bisher nicht. Mit Studierenden des ersten Semesters wurde eine qualitative Studie (n=32) zu den Basismotiven Anschluss, Leitung und Macht durchgeführt. Als Hintergrundtheorie sowie praktisches Analysewerkzeug diente dabei die PSI-Theorie von Kuhl (2001); zur Anwendung kamen die Testverfahren MUT und OMT. Dabei wurde deutlich, dass Lehramtsstudierende unbewusst deutlich stärker von Macht motiviert sind als sie bewusst angeben. Die Analyse der Umsetzungsmodi des Machtmotivs und der Auswertungsgespräche zeigen ein ambivalentes Bild. Macht wird sowohl als Verantwortung und positive Führungsqualität als auch als Pflicht und negative Führungsqualität eingeschätzt. In den Umsetzungsmodi dominieren Ausschläge bei konflikthafter Macht bis hin zu Ohnmacht. Dieser Befund kann ein guter Ausgangspunkt für eine auf Professionalisierung gerichtete Reflexion und Beratung bei motivationalen Schwierigkeiten im Studium sein.

Lehramtsstudierende – Macht – Motive – PSI-Theorie

Bibliographische Angaben

Der Beitrag ist in folgendem Heft erschienen
Verlag empirische Pädagogik (Hrsg.)
2019

Lehrerbildung auf dem Prüfstand 2019 – 12 (2) [digital]

14,90

Autor*innen Tillmann Grüneberg
Antje Knopf
Alexandra Süß
Band/Heft 2
Erscheinungsjahr 2019
Jahrgang 12
ISSN 1867-2779
Seiten 143-161
Sprache Deutsch
Dateiformat DRM-freies Portable Document Format (.pdf)