Annelies Kreis & Stefanie Schnebel (Hrsg.)

Lehrerbildung auf dem Prüfstand 2017 – 10 (Sonderheft):

Peer Coaching in der praxissituierten Ausbildung von Lehrpersonen

14,90

Bibliographische Angaben

Herausgeber Annelies Kreis
Stefanie Schnebel
Autoren Hedda Bennewitz
Nils Bernhardsson-Laros
Kerstin Bäuerlein
Urban Fraefel
Anna Grabosch
Silvia Greiten
Gerda Hagenauer
Tina Hascher
Annelies Kreis
Stephanie Musow
Stefanie Schnebel
Silka Trumpa
Lea de Zordo
Band/Heft Sonderheft
Erscheinungsjahr 2017
Jahrgang 10
ISBN-13 978-3-944996-40-0
ISBN-10 3-944996-40-2
ISSN 1867-2779
Seiten ca. 136
Sprache Deutsch
Bindung Softcover

Inhaltsverzeichnis


Editorial

Annelies Kreis und Stefanie Schnebel
Peer Coaching in der praxissituierten Ausbildung von Lehrpersonen


Beiträge

Lea de Zordo, Gerda Hagenauer und Tina Hascher
Verschiedene Formen des Teamteaching als Lerngelegenheiten im kooperativen Praktikum

Urban Fraefel, Nils Bernhardsson-Laros und Kerstin Bäuerlein
Partnerschaftliches Lehren und Lernen angehender und erfahrener Lehrpersonen im Schulfeld – Aufbau von Professionswissen mittels Peer-to-Peer-Mentoring in lokalen Arbeits- und Lerngemeinschaften

Hedda Bennewitz und Anna Grabosch
Peer Coaching in der universitären Lehrerbildung: Empirische Befunde zur Begleitung von
Praxiserfahrungen

Silvia Greiten und Silke Trumpa
Co-Peer-Learning in Praxisphasen –
ein Ausweg aus der „Tradierungsfalle“ didaktischer Konzeptionen zur Unterrichtsplanung

Annelies Kreis, Stefanie Schnebel und Stephanie Musow
What do pre-service teachers talk about in collaborative lesson planning dialogues? Results of an intervention study with Content-focused Peer Coaching

Stefanie Schnebel, Annelies Kreis und Stephanie Musow
Wie schätzen Studierende ihre Planungskompetenz und den Nutzen kooperativer Unterrichtsplanung ein? – Ergebnisse einer Interventionsstudie zu Peer Coaching in der Lehrpersonenausbildung nach dem Ansatz des Kollegialen Unterrichtscoachings


Rezensionen

Stefanie Schnebel
Westphal, P., Stroot, T., Lerche, E.-M. & Wiethoff, C. (Hrsg.). (2014). Peer-Learning durch Mentoring, Coaching & Co. Aktuelle Wege in der Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern

Annelies Kreis
Salzmann, P. (2015). Lernen durch kollegiales Feedback. Die Sicht von Lehrpersonen und Schulleitungen in der Berufsbildung


Beschreibung der Beiträge

Verschiedene Formen des Teamteaching als Lerngelegenheiten im kooperativen Praktikum

Lea de Zordo, Gerda Hagenauer und Tina Hascher

Die berufspraktischen Anteile der Lehrerinnen- und Lehrerbildung sind häufig als Teampraktika gestaltet: Die Studierenden absolvieren meistens zu zweit ein Praktikum und arbeiten mehr oder weniger eng zusammen. Baeten und Simons (2014) nennen fünf verschiedene Teamteaching-Formen mit unterschiedlichen Kollaborationslevels, von wenig bzw. loser bis viel bzw. enger Kollaboration. Im Forschungsprojekt „Kooperation im Praktikum“ (KiP) werden Studierende des Instituts Vorschulstufe und Primarstufe der Pädagogischen Hochschule Bern bei ihren Praxiserfahrungen empirisch begleitet. In Bezug auf das erste Schulpraktikum (2 Messzeitpunkte, N = 83) wurde untersucht, welche Formen des Teamteaching umgesetzt wurden, wie die Studierenden die unterschiedlichen Teamteaching-Formen in Bezug auf ihre Nützlichkeit zum Unterrichten lernen einschätzten, und welche Gelingensbedingungen aus ihrer Sicht zu einem erfolgreichen Teamteaching beitrugen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Teamteaching-Formen im Praktikum unterschiedlich häufig eingesetzt und in Bezug auf ihre Nützlichkeit zum Unterrichten lernen hoch eingeschätzt werden. Gelingensbedingungen für Teamteaching wurden vor allem in der Qualität der Absprachen, der Qualität der Beziehungen und den Studierendenmerkmalen verortet.

Schlagwörter: Kooperation – Lehrerbildung – Teampraktikum – Teamteaching

Different forms of team teaching as learning opportunities in cooperative practicum settings

Internships in pre-service teacher education often take place in teams: Student teachers are assigned in pairs of two and work together more or less collaboratively. Baeten and Simons (2014) specify five team teaching forms that can be differentiated by the level of required collaboration. The research project „Cooperation in internships“ examines student teachers cooperation experiences during internship. The students were enrolled in pre-school or primary school education at the institute of teacher education in Berne. The study related to the first internship (2 measurement points, N = 83) explored which team teaching forms were used; how helpful these team teaching forms were perceived by the student teachers and which conditions contributed to a successful team teaching experience from a students‘ perspective. The findings revealed differences in the occurrence of the five team teaching models. Overall, the student teachers considered team teaching as very helpful for learning to teach. The quality of arrangements, the quality of the relationship, and the students‘ characteristics could be detected as conditions supporting the success of team teaching in the practicum.

Keywords: cooperation – paired practicum placement – teacher education – team teaching

Partnerschaftliches Lehren und Lernen angehender und erfahrener Lehrpersonen im Schulfeld – Aufbau von Professionswissen mittels Peer-to-Peer-Mentoring in lokalen Arbeits- und Lerngemeinschaften

Urban Fraefel, Nils Bernhardsson-Laros und Kerstin Bäuerlein

Die Interventionsstudie „Partnerschulen“ betrachtet angehende und erfahrene Lehrpersonen als Peers, die gemeinsam in lokalen Arbeits- und Lerngemeinschaften ihr Professionswissen vertiefen und ihr Handeln professionalisieren. Im Fokus steht nicht die evaluative Begleitung von Studierenden durch erfahrene Praxislehrpersonen, sondern deren gemeinsames Lernen beim Bewältigen von realen Problemen des Berufsalltags. Erste Befunde zeigen, dass eine intensivierte Kooperation unter Peers mit einer stärkeren Bereitschaft zur Aktivierung von Wissensressourcen und Verknüpfung von Wissensbeständen einhergeht, und dass eine intensive Peer-to-Peer-Kooperation insbesondere auch den Lehrpersonen Möglichkeiten bietet, ihr Handeln in Schule und Unterricht weiterzuentwickeln.

Schlagwörter: Aufbau von Professionswissen – Hochschule-Schule-Partnerschaften – Peer-to-Peer-Mentoring

Cooperative teaching and learning of prospective and experienced teachers in the schools – Development of professional knowledge through peer-to-peer mentoring in local communities of practice

The intervention study “Partner Schools” considers prospective and experienced teachers as peers, who jointly deepen their professional knowledge and professionalize their actions in local communities of practice. They experience joint learning in coping with real problems in the workplace, whereas the evaluative support for prospective teachers given by experienced mentor teachers is not focused. Initial findings show that intensified cooperation among peers goes along with a greater willingness to activate and to link knowledge resources, and that intensive peer-to-peer cooperation offers particularly to mentor teachers the opportunity to further develop their activities at school and in the classroom.

Keywords: building professional knowledge – peer-to-peer mentoring – university-school partnerships

Peer Coaching in der universitären Lehrerbildung: Empirische Befunde zur Begleitung von
Praxiserfahrungen

Hedda Bennewitz und Anna Grabosch

Über Anzahl, Dauer und Formen von Praxisphasen im Studium wird kontrovers diskutiert. Einigkeit besteht allerdings darin, dass die Art und Weise der Begleitung praktischer Lernerfahrungen einen wichtigen Faktor für die wahrgenommene Zufriedenheit bzw. den Erfolg darstellt. Die vorliegende Studie fokussiert ein Peer Coaching-Konzept, das zur Begleitung von Praxiserfahrungen entwickelt wurde. Die empirischen Befunde basieren auf Evaluationsdaten aus den Jahren 2009 bis 2015. Sie zeigen nicht nur, dass Studierenden die Begleitung von praktischen Lernerfahrungen erfolgreich übernehmen können, sondern auch, welche Bedingungen aus der Sicht von Studierenden für die Begleitung von Praxiserfahrungen förderlich sind.

Schlagwörter: Handlungskompetenz – Lernbegleitung – Peer Coaching – Praxisphasen in der Lehrerbildung

Peer Coaching in university-based teacher education: empirical findings on supervising practical experience

Internships during university-based teacher education are a contentious issue in terms of quantity, duration and form. Nevertheless there is a consent that the way these internships are supervised is an important factor for perceived satisfaction and success. This study focuses on a peer coaching approach especially developed for supervising seminars for on the job trainings for student teachers. The analysis is based on evaluation data from 2009 to 2015. It can be shown that students are able to take over the supervision of trainings on the job themselves successfully. Conditions which are conducive to supervision can be identified from a student’s point of view.

Keywords: competence – on the job training – peer coaching – supervision

Co-Peer-Learning in Praxisphasen –
ein Ausweg aus der „Tradierungsfalle“ didaktischer Konzeptionen zur Unterrichtsplanung

Silvia Greiten und Silke Trumpa

Während Praxisphasen planen und erproben Studierende Unterricht. Lehrpersonen, die Praxisphasen betreuen, konzentrieren ihre Rückmeldungen überwiegend auf die Nachbesprechung zu den Unterrichtssituationen und den Planungsskizzen. Als Ausbildungsmodell wird häufig auf klassische Phasenraster rekurriert. Dabei besteht die Gefahr, dass Studierende diese, meist nicht auf Binnendifferenzierung ausgerichtete, Konzeptionen übernehmen und die Differenz zwischen Theorien des individuellen Lernens und der schulischen Praxis als unauflösbaren Widerspruch erleben. Mit der reflexiv angelegten Intervention des Co-Peer-Learnings soll dieser „Tradierungsfalle“ entgegengewirkt werden, indem Studierende sich in der Planung mit Peers auf differenzierende Unterrichtskonzepte und situativ orientierte Handlungsalternativen fokussieren. Befunde aus Gruppendiskussionen, die mit der Dokumentarischen Methode ausgewertet wurden, weisen auf Effekte hin: Co-Peers bringen innerhalb dieses Settings theoretische Überlegungen zur differenzierenden Unterrichtsplanung ein und diskutieren Planungsalternativen. Deren Umsetzung hängt aber von den Bedingungen in den jeweiligen Praxisschulen ab.

Schlagwörter: Co-Peer-Learning – Peer-Mentoring – Praxisphasen im Lehramt – Unterrichtsplanung

Co-peer-learning in phases of practical classroom involvement –
A way out of the “perpetuation trap” inherent to didactical conceptions for lesson planning

During the phase of their practical classroom involvement students are planning and trying their hand at classroom instruction. The feedback of teachers supervising these practical training phases is above all focused on debriefing classroom instruction situations and planning sketches. This way classical phase patterns very often are resorted to as a training model. That is why students are running the risk of adopting classical conceptions that are not in line with the approach of internal differentiation and of experiencing the theories of individual learning and practical classroom instruction as being indissolubly contradictory. This “perpetuation trap” can be countered by applying the reflexively designed intervention of co-peer-learning thus enabling students to focus on differentiating classroom instruction approaches and situationally oriented working alternatives when planning together with peers. This effect can be deduced from the results of group discussions analyzed by applying the Documentary Method. Within these settings co-peers contribute theoretical deliberations on differentiated concepts for classroom instruction and they discuss planning alternatives. The implementation depends also on the conditions offered by the respective practical training school.

Keywords: co-peer-learning – peer mentoring – phases of practical classroom work for teacher students – lesson planning

What do pre-service teachers talk about in collaborative lesson planning dialogues? Results of an intervention study with Content-focused Peer Coaching

Annelies Kreis, Stefanie Schnebel und Stephanie Musow

Peer coaching between pre-service teachers during internships has been shown to be helpful for their learning. However, not much is known regarding related processes during peer coaching dialogues. Therefore, we studied the processes and outcomes of Content-focused Peer Coaching (CPC) in terms of student teacher learning and competence and the quality of lesson planning dia-logues in an interdisciplinary, mixed-methods and bi-national project. This contribution explores the extent to which the content of planning dialogues between student teachers can be enriched by a training with CPC. The approach suggests systematic collaborative and co-constructive planning, teaching and reflection of lessons in peer dyads, with reciprocally changing roles as coach and coachee (Kreis & Staub, 2017). A crucial element of CPC is a set of core issues related to the planning and reflection of lessons, a cognitive tool that may inspire the content of dialogues. Teacher students of an intervention group (N = 65) from 1 German and 3 Swiss universities were trained for CPC embedded in a regular study course (2 x 90’). After the training, dyads of teacher students were asked to plan a lesson concerning scientific inquiry in biology. Participants of the control group (N = 54) performed an identical task but without any training for coaching. The 119 planning dialogues were videotaped, transcribed, and analyzed with pragma-linguistic discourse analysis. The results show that teacher students of the intervention group discussed a broader variety of issues and spent more time doing so than did their colleagues of the control group. The study gives insights into peer coaching dialogues as an additional opportunity to learn during initial teacher education, which may complement expert mentoring.

Schlagwörter: dialogue – lesson planning – peer coaching – practice

Worüber sprechen Studierende in kooperativen Planungsgesprächen? Ergebnisse einer Interventionsstudie mit Kollegialem Unterrichtscoaching

Peer Coaching zwischen Studierenden in Praxisphasen hat sich als unterstützend für deren Kompetenzerweiterung gezeigt. Noch wenig wissen wir allerdings über Merkmale und Prozesse in Gesprächen zur Unterrichtsplanung zwischen Peers. In einer mixed-methodischen experimentellen Interventionsstudie untersuchten wir daher Lernprozesse und Merkmale von Planungsgesprächen zwischen Studierenden für das Lehramt Biologie der Sekundarstufe 1. Dieser Beitrag zeigt, inwiefern sich Gesprächsinhalte von Planungsdialogen zwischen Studierenden durch ein Training zu Kollegialem Unterrichtscoaching (KUC; Kreis & Staub, 2017) anreichern lassen. KUC regt systematisch die ko-konstruktive Planung, Durchführung und Reflexion von Unterricht zwischen formal Gleichrangigen an. Die Rolle als Coach respektive Coachee wird in aufeinanderfolgenden Coachingzyklen abwechselnd wahrgenommen. Ein zentrales Instrument ist ein Set von Leitfragen zu vier Kernperspektiven der Planung und Reflexion von Unterricht. Diese sollen eine thematische Fokussierung auf unterrichtsrelevante Aspekte anregen. Studierende einer Interventionsgruppe (n = 65) aus vier Pädagogischen Hochschulen (Baden-Württemberg, Zürich, St. Gallen, Thurgau) partizipierten im Rahmen eines regulären Seminars an einem Training zu KUC (2 x 90’). Anschließend waren die Studierenden aufgefordert, zu zweit eine Stunde zum Experimentieren als Erkenntnismethode der Naturwissenschaften zu planen. Studierende einer Kontrollgruppe (n = 54) führten dieselbe Aufgabe ohne vorgängiges Training durch. Die 119 Planungsdialoge wurden mit Video aufgezeichnet, transkribiert und einer pragma-linguistischen Gesprächsanalyse unterzogen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Studierenden der Interventionsgruppe mehr verschiedene unterrichtsrelevante Inhalte thematisieren und dafür mehr Zeit einsetzen als ihre Kolleginnen und Kollegen der Kontrollgruppe. Die Studie erlaubt Einsichten in die Qualität von Peer-Coaching-Dialogen als Lerngelegenheit in praxisbezogenen Lernumgebungen der Lehrpersonenbildung und damit eine Ergänzung zu Mentoring zwischen Experten und Novizen.

Keywords: Gespräch – Peer Coaching – Praxis – Unterrichtsplanung

Wie schätzen Studierende ihre Planungskompetenz und den Nutzen kooperativer Unterrichtsplanung ein? – Ergebnisse einer Interventionsstudie zu Peer Coaching in der Lehrpersonenausbildung nach dem Ansatz des Kollegialen Unterrichtscoachings

Stefanie Schnebel, Annelies Kreis und Stephanie Musow

Peer Coaching stellt einen vielversprechenden Ansatz zur Anreicherung von praxisbezogenen Lerngelegenheiten in der Lehrpersonenausbildung dar. Der Beitrag berichtet Ergebnisse einer Interventionsstudie zum Kollegialen Unterrichtscoaching (KUC) als Peer Coaching-Modell für Studierende an vier Hochschulen. Die Studie untersuchte unter anderem mittels standardisierter Befragung, inwiefern sich die Anwendung dieses Peer Coaching Modells auf die selbsteingeschätzte Planungskompetenz der Studierenden auswirkt. Außerdem wurde analysiert, inwiefern sich die Einschätzung des Nutzens von Kooperation verändert, wenn Studierende mit und ohne Training (Interventionsgruppe: n = 65, Kontrollgruppe: n = 54) in Kollegialem Unterrichtscoaching gemeinsam Unterricht planen. Die Ergebnisse zeigen Effekte der Intervention in Bezug auf den fachlichen und emotionalen Nutzen der kooperativen Planungsgespräche im Vergleich zu einer Kontrollgruppe. Die Einschätzung der Planungskompetenz entwickelt sich in beiden Gruppen ähnlich. Ebenfalls keine differenziellen Effekte zeigen sich hinsichtlich des zeitlichen Nutzens. Die Ergebnisse liefern erste Hinweise darauf, dass durch Kollegiales Unterrichtscoaching die Lernchancen von Peer-Settings in Praxisphasen ausgebaut werden können.

Schlagwörter: Kooperation – Lehrpersonenausbildung – Peer Coaching – Planungskompetenz

Student teachers planning competencies and perceived benefits of collaborative lesson planning – Results of an intervention study with Content-focused Peer Coaching

Peer coaching is a promising approach to foster student teachers’ learning during internships. This article reports findings from an experimental study with an intervention in Content-focused Peer Coaching (CPC) with student teachers at four universities. One group of student teachers (intervention group n = 65) was trained to use CPC in lesson planning dialogues. A control group (n = 54) got an independent input, and was also asked to plan lessons collaboratively. One aim of the study was to investigate how the use of the peer coaching model affects the self-reported planning competences of the student teachers. Furthermore, we analyzed whether the perceived benefits of collaborative planning of the intervention group differ from those of the control group. The findings show effects of the intervention concerning the emotional and the content-specific benefits. There was no difference for the rating of time benefits between intervention and control group. The self-assessment of planning competences develops similarly in both groups. These findings indicate that Content-focused Peer Coaching can enrich opportunities to learn in peer settings during internships.

Keywords: collaboration – peer coaching – planning competences – teacher education

Lehrerbildung auf dem Prüfstand 2017, Jg. 10

Sonderheft

Editorial: Peer Coaching in der praxissituierten Ausbildung von Lehrpersonen

Annelies Kreis und Stefanie Schnebel