Isabelle Mordellet-Roggenbuck (2011)

Landauer Schriften zur Kommunikations- und Kulturwissenschaft (18):

Herausforderung Mehrsprachigkeit

Interkomprehension und Lesekompetenz in den zwei romanischen Sprachen Französisch und Spanisch

34,90

Bibliographische Angaben

Autoren Isabelle Mordellet-Roggenbuck
Band/Heft 18
Erscheinungsjahr 2011
ISBN-13 978-3-941320-68-0
ISBN-10 3-941320-68-8
Seiten 400
Sprache Deutsch
Bindung Softcover

Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Begründung der Themenwahl
1.1. Gesellschaftliche Relevanz im europäischen Kontext
1.1.1. Historische Entwicklung
1.1.2. Mehrsprachigkeit im Kontext europäischer Sprachenpolitik
1.2. Bedarf und Nutzen einer individuellen Mehrsprachigkeit
1.2.1. Das Berufsleben
1.2.2. Die Informationsgesellschaft
1.3. Probleme aus der Praxis des Fremdsprachenunterrichts
1.4. Mehrsprachigkeit im wissenschaftlichen Diskurs
1.4.1. Thematische Fokussierung
1.4.2. Europäisierung der Forschung und der Praxis
1.4.3. Erfahrungsberichte und Unterrichtsvorschläge aus der Praxis
1.5. Problemaufriss

2. Mehrsprachigkeit, Mehrsprachigkeitsdidaktik, Interkomprehensionsdidaktik
2.1. Mehrsprachigkeit und Mehrsprachigkeitsdidaktik
2.1.1. Natürliche Mehrsprachigkeit
2.1.2. Mehrsprachigkeitsdidaktik
2.2. Interkomprehension
2.2.1. Grundprinzipien
2.2.2. Interkomprehensives Lesen
2.2.3. Strategien – Lernerstrategien – Lernstrategien

3. Empirische Untersuchung
3.1. Ziele und Fragestellungen
3.1.1. Beschreibung der Forschungshypothesen
3.1.2. Beschreibung der Forschungsmethode
3.1.3. Untersuchungskontext und Probanden
3.2. Datenerhebung
3.2.1. Lernerdaten
3.2.2. Lernstandsdaten
3.2.3. Leseerwartungen und geplante Strategien der Probanden
3.2.4. Sprachliche Performanzdaten
3.3. Erstes Datenset
3.3.1. Datenmaterial
3.3.2. Datenaufbereitung
3.4. Gesamtauswertung der persönlichen Daten
3.4.1. Angaben zur Person
3.4.2. Angaben über Sprachenfolge, Fremdsprachenlernen und Auslandsaufenthalte
3.4.3. Selbsteinschätzung der Kompetenzen und Evaluation mit dem DIALANG-Test
3.4.4. Sprachlernbiographien
3.4.5. Zwischenbilanz
3.4.6. Kenntnisstand der Probanden im Bereich Mehrsprachigkeit, Mehrsprachigkeitsdidaktik und interkomprehensive Methode
3.5. Materialienauswahl zur Durchführung der interkomprehensiven Aufgabe: Der spanische Text
3.5.1. Allgemeines
3.5.2. Der spanische Text
3.5.3. Textklasse / Textsorte
3.5.4. Thema
3.5.5. Intentionalität / Funktion des Textes
3.5.6. Sprachliche Gestalt des Textes
3.6. Die interkomprehensive Aufgabe
3.6.1. Leseerwartungen der Probanden
3.6.2. Geplante Strategien der Probanden
3.7. Auswertung der interkomprehensiven Aufgabe
3.7.1. Textrezeption und Texterschließung
3.7.2. Die Übersetzung
3.7.3. Die Laut-Denk-Daten
3.8. Datenanalyse
3.8.1. Fragestellungen
3.8.2. Verwendete geplante Lernerstrategien
3.8.3. Nicht geplante Strategien
3.8.4. Ergebnisse

4. Ausgewählte individuelle Sprachlernprofile
4.1 Begründung der Auswahl
4.2 Methodische Anmerkungen
4.3 Profil der Probandin Tiger1102
4.3.1 Persönliche Daten
4.3.2 Sprachlernbiographie
4.3.3 Selbstevaluation
4.3.4 Kenntnisse über Mehrsprachigkeit, Mehrsprachigkeitsdidaktik, Sprachfamilien und interkomprehensive Methode
4.3.5 Leseerwartungen der Probandin
4.3.6 Geplante Strategien der Probandin
4.3.7 Analyse der Daten von Tiger1102
4.4 Profil des Probanden Kerstina0611
4.4.1 Persönliche Daten
4.4.2 Sprachlernbiographie
4.4.3 Selbstevaluation
4.4.4 Kenntnisse über Mehrsprachigkeit, Mehrsprachigkeitsdidaktik, Sprachfamilien und interkomprehensive Methode
4.4.5 Leseerwartungen des Probanden
4.4.6 Geplante Strategien des Probanden
4.4.7 Analyse der Daten von Kerstina0611
4.5 Profil der Probandin Garten25
4.5.1 Persönliche Daten
4.5.2 Sprachlernbiographie
4.5.3 Selbstevaluation
4.5.4 Kenntnisse über Mehrsprachigkeit, Mehrsprachigkeitsdidaktik, Sprachfamilien und interkomprehensive Methode
4.5.5 Leseerwartungen der Probandin
4.5.6 Geplante Strategien der Probanden
4.5.7 Analyse der Daten von Garten25
4.6 Profil der Probandin ABCDEFGH2808
4.6.1 Persönliche Daten
4.6.2 Sprachlernbiographie
4.6.3 Selbstevaluation
4.6.4 Kenntnisse über Mehrsprachigkeit, Mehrsprachigkeitsdidaktik, Sprachfamilien und interkomprehensive Methode
4.6.5 Leseerwartungen der Probandin
4.6.6 Geplante Strategien der Probandin
4.6.7 Analyse der Daten von ABCDEFGH2808
4.7 Profil der Probandin Zuckimim0211
4.7.1 Persönliche Daten
4.7.2 Sprachlernbiographie
4.7.3 Selbstevaluation
4.7.4 Kenntnisse über Mehrsprachigkeit, Mehrsprachigkeitsdidaktik, Sprachfamilien und interkomprehensive Methode
4.7.5 Leseerwartungen der Probandin
4.7.6 Geplante Strategien der Probandin
4.7.7 Analyse der Daten von Zuckimim0211
4.8 Profil der Probandin Hamster0812
4.8.1 Persönliche Daten
4.8.2 Sprachlernbiographie
4.8.3 Selbstevaluation
4.8.4 Kenntnisse über Mehrsprachigkeit, Mehrsprachigkeitsdidaktik, Sprachfamilien und interkomprehensive Methode
4.8.5 Leseerwartungen der Probandin
4.8.6 Geplante Strategien der Probandin
4.8.7 Analyse der Daten von Hamster0812
4.9 Ergebnisse: Zusammenhänge zwischen Sprachlernprofil und interkomprehensivem Verstehen
4.9.1 Probandin Tiger1102
4.9.2 Proband Kerstina0611
4.9.3 Probandin Garten25
4.9.4 Probandin ABCDEFGH2808
4.9.5 Probandin Zuckimim0211
4.9.6 Probandin Hamster 0812
4.9.7 Zusammenfassung der Ergebnisse

5. Schlussfolgerungen
5.1 Strategieanwendung bei der interkomprehensiven Methode
5.2 Konsequenzen für den Status des Französischen und des Spanischen in Curricula
5.3 Forschungsbedarf

 

Abstract
In den letzten Jahren entwickelte sich mit der Interkomprehensionsforschung ein Forschungszweig, der vor allem die Untersuchung rezeptiver Mehrsprachigkeit zum Gegenstand hatte. Die Förderung der Lesekompetenz fand dabei besondere Berücksichtigung. Was bedeutet nun Mehrsprachigkeit im Rahmen der aktuellen Fremdsprachendidaktik? Warum ist es für die neue Schülergeneration so wichtig, mehrsprachig zu werden? Wie ist es möglich, aufgrund von Französischkenntnissen eine Lesekompetenz in einer anderen romanischen Sprache zu entwickeln? Inwiefern kann das Interkomprehensionsprinzip eine neue Herangehensweise in der Fremdsprachenvermittlung begründen?
Zur Beantwortung solcher Fragen werden zunächst einige theoretische Ansätze sowie wichtige kognitive und emotionale Voraussetzungen interkomprehensiven Lernens vorgestellt. Der Hauptteil des Buches widmet sich sodann einer empirischen Untersuchung, in der gezeigt wird, wie erwachsene Lerner mit guten Französischkenntnissen und ohne Kenntnis des Spanischen einen authentischen spanischen Pressetext interkomprehensiv zu verarbeiten vermögen. Die vorliegende Studie will zur weiteren Erforschung der Interkomprehension als Lernmethode und zu ihrer Umsetzung im Schulalltag beitragen.

Isabelle Mordellet-Roggenbuck ist Professorin für Didaktik der romanischen Sprachen an der Universität Duisburg-Essen. In Forschung und Lehre beschäftigt sich die Romanistin u. a. mit Mehrsprachigkeitsdidaktik, europäischer Sprachenpolitik sowie der Vernetzung der beiden Sprachen Französisch und Spanisch im Fremdsprachenunterricht.