Pädagogische Hochschule Heidelberg - Institut für Weiterbildung (Hrsg.) (2009)

Perspektiven zur pädagogischen Professionalisierung (77):

Gesundheit - Last oder Lust?

Gesundheitsförderung und Prävention in der Schule

12,90

Bibliographische Angaben

Herausgeber Pädagogische Hochschule Heidelberg - Institut für Weiterbildung
Band/Heft 77
Erscheinungsjahr 2009
ISBN-13 978-3-941320-10-9
ISBN-10 3-941320-10-6
Seiten 74
Sprache Deutsch
Bindung Softcover

Inhaltsverzeichnis


Beiträge

Wolfgang Knörzer und Barbara Methfessel
Gesundheit - Last oder Lust? Eine Standortbestimmung

Barbara Methfessel
Der Mensch ist, was er isst - der Mensch isst, was er ist

Ute Zocher
"Der Tunnelblick" - Von der Herausforderung, Gesundheit, Gesundheitsbildung und Gesundheitsförderung transdisziplinär zu denken.

Rolf Schwarz
Bewegung und geistige Gesundheit: Wie körperliche Aktivität Depressionen vorbeugt und lindert.

Wolfgang Knörzer und Robert Rupp
Ressourcenorientierte Sport- und Bewegungserziehung

Wolfgang Knörzer, Wolfgang Amler und Robert Rupp
Das Heidelberger Kompetenztraining (HKT) zur Entwicklung mentaler Stärke. Ein Beitrag zu einer ressourceorientierten Gesundheitspädagogik


Beschreibung der Beiträge

Gesundheit - Last oder Lust? Eine Standortbestimmung

Wolfgang Knörzer und Barbara Methfessel

In diesem Beitrag wird aufgezeigt, wie der derzeitige Stand präventiver Maßnahmen und Konzepte zur Gesundheitserziehung ist. Zudem wird diskutiert, ob und wie Forderungen nach oder gar Zwang zu gesunder Lebensweise sich selbst auf das Wohlbefinden und die tatsächliche Lebensführung auswirken. Es werden Probleme und Grenzen traditioneller Präventionskonzepte erläutert und in einem Ausblick die aktuellen und zukünftigen Entwicklungen auf diesem Gebiet bewertet.

Der Mensch ist, was er isst - der Mensch isst, was er ist

Barbara Methfessel

Im Beitrag wird auf die Bedeutung gesundheitsförderlicher Ernährung unter Berücksichtigung der sozialen und psychischen Bedeutung des Essens eingegangen, um anschließend die Herausforderungen von Ernährungsbildung und Gesundheitsförderung kurz zu thematisieren. Dabei wird herausgestellt, dass die Beziehung von Ernährung und Gesundheit vielschichtig ist und von vielen Interessen gesteuert wird. Gesundheit ist als Teil der Lebensführung sowohl mit Last als auch mit Lust verbunden, allerdings nach sozialen Milieus unterschiedlich.

"Der Tunnelblick" - Von der Herausforderung, Gesundheit, Gesundheitsbildung und Gesundheitsförderung transdisziplinär zu denken.

Ute Zocher

Im Mittelpunkt des Beitrags stehen Überlegungen zum Verhältnis von disziplinär, fachlich verstandener Gesundheitsförderung einerseits und systemisch-konstruktivistischer Gesundheitsbildung andererseits sowie der Bedeutung der Biografie als Strukturdimension für Gesundheitshandeln. Am Beispiel eines seminarbegleitenden Projektes zum Thema “Verbesserung des Ernährungsverhaltens und Ernährungsbewusstseins von Hochschulangehörigen” wird aufgezeigt, wie schnell sich ein “Tunnelblick” auf ein möglichst schnell erreichbares Projektergebnis bei den Studierenden entwickeln kann, bei dem Erkenntnisse des eigenen Ernährungsverhaltens und das Wissen um komplexe biografische Zusammenhänge ausgeblendet werden.

Bewegung und geistige Gesundheit: Wie körperliche Aktivität Depressionen vorbeugt und lindert.

Rolf Schwarz

Der Autor beschreibt die gesellschaftliche Bedeutung von Depressionen und gibt unter anderem einen Überblick über grundlegende Erkenntnisse zu Erwerbsunterschieden, Ursachen, Symptomatik, Diagnostik sowie Behandlungs- und Präventionsmaßnahmen. Abschließend geht er auf die Bedeutung von Bewegung bzw. körperlicher Aktivität auf die geistige Gesundheit ein und stellt aktuelle Forschungsergebnisse zum Thema zusammen.

Ressourcenorientierte Sport- und Bewegungserziehung

Wolfgang Knörzer und Robert Rupp

In diesem Artikel erläutern die Autoren, wie man Sportunterricht und Schulsport so gestalten kann, dass Schüler und Schülerinnen nicht durch Beschämung der Lehrer zum Sport bzw. zu guten sportlichen Leistungen “motiviert” werden, sondern wie durch resourcenorientiertes Handeln der Lehrkräfte stattdessen positive Wirkungen auf die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder und Jugendlichen erzielt und so die Motivation zum lebenslangen Sporttreiben initiiert werden kann.

Das Heidelberger Kompetenztraining (HKT) zur Entwicklung mentaler Stärke. Ein Beitrag zu einer ressourceorientierten Gesundheitspädagogik

Wolfgang Knörzer, Wolfgang Amler und Robert Rupp

In diesem Beitrag wird das Heidelberger Kompetenztraining (HKT) vorgestellt. In Prüfungssituationen braucht man neben inhaltlichem Wissen und Können und einer guten Vorbereitung auch die Fähigkeit, eine mentale Strategie zu entwickeln, um dieses Wissen und Können auch in einer realen Situation erfolgreich anwenden zu können. Das HKT stellt eine Möglichkeit dar, diese Strategien zu aktivieren. Ziel des HKT ist es, Menchen zu befähigen, Inkongruenzen, d. h. Abweichungen zwischen den Wahrnehmungen der Realität auf der einen Seite und aktivierten Zielen, Erwartungen und Überzeugungen auf der anderen Seite – wie etwa vor einer Prüfungssituation – ressourcenorientiert zu lösen.