Alena Karavaya
2020

In: Empirische Pädagogik 2020 – 34 (2) [digital]:

Erleben angehende Lehrpersonen mehr Belastungen als Studierende anderer Fachbereiche?

5,00

Inhalt

Lehrer und Lehrerinnen gelten als besonders gefährdet für die Entwicklung von Belastungssymptomen und Burnout. Besonders Lehrerinnen scheinen Verhaltens- und Erlebensmuster aufzuweisen, die mit einem erhöhten Risiko für Belastungssymptome einhergehen. Untersuchungen zur Frage, ob und in welchem Ausmaß diese gesundheitsgefährdenden Muster schon bei Lehramtsstudierenden zu finden sind, brachten gemischte Befunde in Bezug auf gesundheitsgefährdende Verhaltensmuster und bedürfen der Aktualisierung und Erweiterung. Die vorliegende Studie untersucht, ob Lehramtsstudierende im Vergleich zu Studierenden anderer Fachrichtungen tatsächlich in Bezug auf ihre Verhaltens- und Erlebensmuster eine vorbelastete Kohorte darstellen und ob Studentinnen generell und im Speziellen im Lehramtsstudium stärker betroffen sind als ihre Kommilitonen. Dazu wurden bei N = 349 Studierenden einer deutschen Universität (n = 149 Studierende des Gymnasiallehramts und n = 200 Studierende anderer Fachrichtungen) die psychische Widerstandskraft bei der Anforderungsbewältigung, berufsbezogene Emotionen, Ängstlichkeit als Persönlichkeitsmerkmal und Coping-Strategien erhoben. Entgegen der Erwartung unterscheiden sich die Widerstandsressourcen Lehramtsstudierender nicht signifikant von denjenigen Studierender anderer Fachrichtungen. Es konnten jedoch geschlechterspezifische Unterschiede festgestellt werden. Sowohl in der Gesamtstichprobe als auch innerhalb der Stichprobe der Lehramtsstudierenden wiesen die Studentinnen signifikant ungünstigere Erlebensmuster und Verhaltensweisen auf als ihre Kommilitonen.

Schlagwörter: Belastung – Geschlecht – Lehramtsstudierende

Bibliographische Angaben

Der Beitrag ist in folgendem Heft erschienen
Verlag empirische Pädagogik (Hrsg.)
2020

In: Empirische Pädagogik 2020 – 34 (2) [digital]:

Heft 2

10,90

Autoren Alena Karavaya
Band/Heft 2
Erscheinungsjahr 2020
Jahrgang 34
ISBN-13 978-3-944996-65-3
ISBN-10 3-944996-65-8
ISSN 0931-5020
Seiten 103-127
Sprache Deutsch
Dateiformat DRM-freies Portable Document Format (.pdf)