Inhalt
Der Beitrag analysiert anhand von Gastvorträgen von Lehrkräften in universitären Seminaren der Lehrer*innenbildung zu Inklusion, welche Konstruktionen von Inklusion in den Berichten der Lehrkräfte aus der schulischen Praxis fortwährend wie und wozu, also mit welcher diskursiven Funktion, wiederholt werden. Ausgehend von einer Skizzierung bisheriger Forschung zu schulischer Inklusion mit Blick auf Wiederholungen, Stabilisierungen und Persistenzen wird eine praxistheoretische und diskurstheoretisch informierte Perspektive auf Wiederholungen entfaltet. Mittels der methodischen Kombination aus Kodieren und Mapping wurden zwei dominante Konstruktionen analysiert: „Zahlenspiele“ und „Inklusion organisieren“, über die es möglich wird, Grenzen zu verhandeln. Beide Konstruktionen sowie ihr Zusammenspiel de-/legitimieren und stabilisieren spezifische Inklusionsnormen.
Schlagwörter: De-/Legitimierungen – Gastvorträge – Inklusion – Lehrerbildung
Based on guest lectures by teachers in higher teacher education seminars on inclusion, this article analyzes which constructions of inclusion are repeatedly mentioned. According to an outline of previous research on inclusion at schools focusing on repetitions, stabilizations, and persistence, we develop a practice-theoretical and discourse-theoretical perspective on repetitions. Using a combination of coding and mapping methods, two dominant constructions were analyzed: „number games” and “organizing inclusion”, through which it becomes possible to negotiate boundaries. Both constructions, as well as their interplay, de-/legitimize and stabilize specific norms of inclusion.
Keywords: de-/legitimizations of inclusion – guest lectures – inclusion – higher teacher education

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