Die Reihe "Versorgungsmanagement" wird von Prof. Dr. Reinhold S. Jäger und Dr. Michael Kusch herausgegeben.

Versorgungsmanagement zielt auf die Verbesserung der Patientenversorgung, indem sämtliche Potentiale ausgeschöpft werden, die nachweislich einer guten Gesundheitsversorgung dienen bzw. diese erst ermöglichen. Hierbei handelt es sich um einen anwendungsorientierten Ansatz, der sämtliche psychologische Tätigkeiten im Gesundheitswesen als eine wissenschaftlich begründbare Form der Dienstleistung ansieht. Dies ist nur möglich, wenn die Gesundheitsversorgung wieder auf die drei Säulen gestellt wird, nämlich die Medizin, die Pflege und die Psychologie. Die Buchreihe gewährleistet eine Verbreitung der theoretischen Begründung des Versorgungsmanagements, seiner Implementation in verschiedene Praxisfelder sowie seine Evaluation und Optimierung in bestimmten Konkretisierungen.


Kusch, M. (2003)

Versorgungspsychologie.
Wie Forschung zur Praxis wird!


(Versorgungsmanagement, Bd. 5)
ISBN-10: 3-933967-74-0, 578 S., € 59,90



Die Versorgungspsychologie ist ein neues, im Arbeitsfeld klinisch und gesundheitspsychologischer Tätigkeit anzusiedelndes wissenschaftliches Arbeitsfeld. Als „praxis-support“-Disziplin befasst sie sich mit der kontinuierlichen Optimierung psychologischer Leistungserbringung im Kontext lokaler Einrichtungen der Gesundheitsversorgung.
Die Versorgungspsychologie verbindet den wissenschaftlichen Anspruch einer fundierten psychologischen Praxis mit den Anforderungen des Versorgungsmanagements und der Versorgungsforschung. Dabei bildet die in „Versorgungsthemen“ explizierte lokale Praxis, angereichert mit Evidenz gestütztem Wissen, die Grundlage einer psychologischen Versorgungskonzeption. In Behandlungsprogramme und Versorgungsdokumente übertragen und auf eine lokale Versorgungsablauforganisation bezogen, kann psychologisches Handeln geplant, die Leistungserbringung gelenkt und anhand von Leistungsdaten überprüft werden. Mittels der Leistungsdaten können rückwirkend Aussagen zur Qualität der Versorgungsstrukturen, -prozesse und -ergebnisse getroffen und ein optimiertes Versorgungskonzept entworfen werden.
Die Versorgungspsychologie macht die psychologische und psychosoziale Versorgung im Gesundheitswesen begründbar, transparent und der Qualitätsentwicklung zugänglich – Forschung in Praxis wird möglich.
In der vorliegenden Arbeit werden die erkenntnis- und wissenschaftstheoretischen Probleme der Versorgungspsychologie dargestellt und Problemfelder klinisch-psychologischer Praxis in ihrer Relevanz für die Versorgungspsychologie diskutiert. Die gewonnenen Erkenntnisse werden im „Care-Service-Science-Konzept“ zusammengefasst.


Kusch, M., Labouvie, H., Langer, T., Winkler von Mohrenfels, U., Topf, R., Felder-Puig, R., Beck, J. D., Gadner, H. & Bode, U. (1999)

Psychosoziale Folgen von Krebs im Kindes- und Jugendalter. Empirisch fundierte Erkenntnisse und begründbarer rehabilitativer Bedarf

(Versorgungsmanagement 4)
ISBN-10: 3-931147-41-X, 148 S., € 21,90

Mit neuen Versorgungsformen und -strategien auf neue Herausforderungen im Gesundheitswesen reagieren, das ist die Intention des Buches. Mit diesem Anspruch richtet sich das Buch an alle, die im Gesundheitswesen innovative Versorgungsstrukturen verstehen, erarbeiten und etablieren wollen. Qualitätsverbesserung bei gleichzeitiger Kostenreduktion ist das erklärte Ziel der Gesundheitsversorgung. Die Vernetzung stationärer und ambulanter Versorgungsformen, die Optimierung und Rationalisierung der Versorgungsformen und der, an den Ergebnissen der Behandlung umschriebener Erkrankungen ausgerichteten Versorgungsstrategien werden in akademischen Kreisen des Gesundheitswesens heftig diskutiert. Auf Ebene der klinischen Versorgungsrealität sollen diese Überlegungen umgesetzt werden; und genau hier müssen sie sich bewähren. Diese Form der Implementierung innovativer Versorgungsformen – aus der Akademie in die Klinik – wird zunehmend üblicher, hat aber bekanntlich nicht von der Hand zu weisende Schwächen. Alternativen sind gefragt, aber selten.
Das Buch zeigt auf, wie der klinisch Tätige zu seinen empirisch fundierten Erkenntnissen über psychosoziale Spätfolgen gelangt, wie er, ausgehend von den Erkenntnissen, das Niveau seiner Interventionsformen (Information, Beratung, Schulung, Trainings, Psychotherapie) bestimmt und begründet, und wie er sein so entstehendes Behandlungsprogramm, als Ausgangspunkt der fortlaufenden Optimierung psychosozialer Nachsorge, klinisch einsetzen kann.


Kusch, M., Schmidt-Birk, A., Labouvie, H. & Jäger, R. S. (1998)

Kosten und Nutzen psychosozialer Gesundheitsversorgung im Krankenhaus.
Entwicklungen im amerikanischen Gesundheitssystem


(Versorgungsmanagement 1)
ISBN-10: 3-931147-60-6, 75 S., € 13,90


Versorgungsmanagement zielt auf die Verbesserung der Patientenversorgung, indem sämtliche Potentiale ausgeschöpft werden, die nachweislich einer guten Gesundheitsversorgung dienen bzw. diese erst ermöglichen. Hierbei handelt es sich um einen anwendungsorientierten Ansatz, der sämtliche psychologischen Tätigkeiten im Gesundheitswesen als eine wissenschaftlich begründbare Form der Dienstleitung ansieht. Diese ist nur möglich, wenn die Gesundheitsversorgung wieder auf ihre drei Säulen gestellt wird, die Medizin, die Pflege und die Psychologie. Die Psychologie darf dabei nicht länger nur ‚Gespräch‘ oder ‚Therapie‘ bleiben, sondern muß praktizierte Routineversorgung werden.
In diesem Band machen die Autoren auf den Stellenwert und die Zusammenhänge von Effektivität, Qualität und Effizienz psychosozialer Versorgung aufmerksam. Sie stellen dabei aktuelle Entwicklungen im amerikanischen Gesundheitswesen dar und ziehen daraus Schlußfolgerungen auf notwendige Entwicklungen der psychosozialen Versorgung in Deutschland und Österreich.


Kusch, M., Schmidt-Birk, A., Labouvie, H., Jäger, R. S. & Bode, B. (1998)

Qualitätsmanagement und Versorgungsmanagement.
DIN EN ISO 9000ff, klinische Praxisleitlinien und Versorgungsmodule


(Versorgungsmanagement 3)
ISBN-10: 3-931147-72-X, 180 S., € 16,90


Wie eine sinnvolle Verbindung klinisch gesicherter Erkenntnisse zur Gesundheitsversorgung – die in klinischen Praxisleitlinien ihren Ausdruck finden – mit den formalen Begriffen zum Qualitätsmanagement (DIN EN ISO 8402) gestaltet sein könnte und wie wesentliche Begriffe dieser Normenreihe in klinische Praxisleitlinien transformiert werden könnten, soll diese Arbeit verdeutlichen. Dabei wird zuerst auf einige Probleme der Gesundheitsversorgung und des Qualitätsmanagements im Gesundheitswesen eingegangen. Dargestellt wird insbesondere das Kompatibilitätsproblem. Danach werden der Ansatz des Versorgungsmanagements und des Qualitätsmanagements verdeutlicht, und die entsprechenden Konzepte und Begriffe werden diskutiert. Es wird die Transformation der Norm DIN EN ISO 8402 in klinische Praxisleitlinien angesprochen und dabei aufgezeigt, welche Konsequenzen aus der aktuellen Diskussion für die Konstruktion und Anwendung klinischer Praxisleitlinien in lokalen Einrichtungen zu ziehen sind. Die Konstruktion und Anwendung klinischer Praxisleitlinien in lokalen Einrichtungen kann anhand von sogenannten Versorgungsmodulen erfolgen. Versorgungsmodule sind klinische Praxisleitlinien, die nicht primär für die Behandlung bestimmter Erkrankungen konstruiert werden, sondern für das Management bestimmter Behandlungssituationen. Versorgungsmodule der psychosozialen Versorgung in der pädiatrischen Onkologie werden beispielhaft verdeutlicht.


Stecker, R. (2005)

Beratungsnotstand? Einstellung und Wissen von Ärzten der Primärversorgung zu prädiktiver genetischer Diagnostik, Beratung und präventiver Therapie bei hereditärem Brustkrebs

(Versorgungsmanagement 6)
ISBN-10: 3-937333-27-4, 116 S., € 19,90



Jedes Jahr erkranken in Deutschland 43.000 Frauen neu an Brustkrebs. Es wird davon ausgegangen, dass ungefähr 5% dieser Fälle auf die Vererbung genetischer Mutationen zurückzuführen sind. Mit der Entwicklung genetischer Tests zur frühen Erkennung von Mutationen scheint ein erster Schritt in Richtung Prophylaxe gemacht zu sein. National wie international werden seither die gesellschaftlichen und individuellen Konsequenzen diskutiert.
Das letzte Jahrzehnt brachte einen dramatischen Fortschritt in der Forschung und Anwendung der medizinischen Gentechnologie. So wurde 1990 das International Human Genome Projekt begonnen. Ziele dieses Projektes sind die Identifikation der gesamten menschlichen DNA, ihre chemische Bestimmung und die Entwicklung einer funktionellen Datenanalyse, um einen schnellen Zugriff auf die zu erwartenden großen Datenmengen zu garantieren. Aber schon die erste intensive Auseinandersetzung mit diesem Thema ergab die Notwendigkeit, sich mit ethischen und juristischen Problemen dieses Projektes auseinander zu setzen.
Diese neue Technik birgt für die Betroffenen und deren Familien neue Chancen, für Ärzte aber neue Aufgaben und Verantwortlichkeiten. Letztendlich werden es wahrscheinlich niedergelassene Ärzte sein, die Patientinnen und Patienten raten müssen, welcher gangbare Weg sich für die weitere Betreuung von Patienten und Angehörigen eröffnen kann.
Der behandelnde Arzt nimmt eine aufklärende, beratende oder ablehnende Position ein. Er muss mit der Zunahme genetisch bedingter, diagnostizierbarer Erkrankungen über ein umfangreiches Wissen von genetischer Diagnostik und Interpretation genetischer Testergebnisse verfügen, um adäquate Behandlungsmethoden in Aussicht stellen zu können.
Die hier vorgestellte Untersuchung zeigt den Informationsstand, über den Ärzte und Betroffene verfügen. Sie versucht, die Ursachen für mögliche Defizite aufzuzeigen. Die Konsequenzen werden vorgestellt und diskutiert. Die eigene Positionierung wird – sowohl für betroffene Frauen und Männer als auch für Behandler – erleichtert.