Die Reihe "Grundschulpädagogik & Grundschulforschung" wird von Prof. Dr. Hanns Petillon herausgegeben


Biehler, K. (2001)

Gestaltungsautonomie an Grundschulen.
Untersuchung zur Einstellung von Lehrern, Schulleitern und Schulräten


(Grundschulpädagogik & Grundschulforschung 3)
ISBN-10: 3-933967-61-9, A4, 296 S., € 39,90
    

Die Schule steht heute vermehrt der Gesellschaft und der staatlichen Lenkungsbehörden gegenüber. Die Schulpolitik gewährt der Schule begrenzte Freiheit, Gestaltungsautonomie.
Im Prozeß der Veränderung von Steuerungsphilosophien im Sinne der Verlagerung von Zuständigkeiten, Dezentralisations- und Deregulierungsmaßnahmen, ist die Qualität von Schule zu erhalten und zu steigern. Dabei bilden die Einstellungen der Betroffenen eine wesentliche Größe.
Der Verfasser fragt in seiner Untersuchung: Wie gehen Schulrätinnen und Schulräte, Schulleiterinnen und Schulleiter, Konrektorinnen und Konrektoren, Lehrerinnen und Lehrer mit diesen Zumutungen um? Auf welche Einstellung trifft eine Schulentwicklungsstrategie, die mehr Selbständigkeit verleiht und Selbstverantwortung einfordert? Er ermittelt die traditionalistisch-konservativen und liberal-progressiven pädagogischen Grundeinstellungen der Betroffenen und bringt sie in Verbindung mit Aspekten des Entscheidungshandelns. Damit werden Grundlagen für strategisches Handeln und Bewerten von Reaktionsweisen von Menschen im Schulsystem gelegt.
Kurt Biehler liefert einen empirisch abgesicherten wesentlichen Beitrag zur Autonomiediskussion, bezogen auf Grundschulen in Rheinland-Pfalz.


Stephan Sattler (2007)

Rituale im Grundschulunterricht


(Grundschulpädagogik & Grundschulforschung 6)
ISBN-10: 3-937333-46-0
ISBN-13: 978-3-937333-46-5
92 S., € 12,90


Ob in der Schule oder in der Familie – Rituale sind allgegenwärtig.
Tagtäglich werden sie von Eltern und Lehrern ausgeführt, meist ohne als solche erkannt zu werden. Aber wo kommen Rituale eigentlich her, welche Arten gibt es und woran sind sie zu erkennen? Welche Funktion wird ihnen zugeschrieben, welche Wirkung mit ihnen erzielt? Inwiefern unterscheiden sie sich von Zeremonien, Bräuchen und Gewohnheiten?
Dieses Buch gibt Auskunft über Rituale in der Grundschule, aber auch über solche in Alltag und Gesellschaft und erläutert deren psychologische sowie pädagogische Bedeutung. Dabei werden auch Chancen und Gefahren sowie mögliche Grenzen von Ritualen aufgezeigt.


Maier, M. (2001)

Das Verbalzeugnis in der Grundschule.
Anspruch und Wirklichkeit

(Grundschulpädagogik & Grundschulforschung 1)
ISBN-10: 3-933967-32-5, 272 S., € 31,90



Im Mittelpunkt dieses Buches steht die Frage nach der Qualität einer ziffernfreien Beurteilung in der Grundschule. Das Buch ist so aufgebaut, dass zuerst alle grundlegenden Aspekte des Themas einer begrifflichen Klärung unterzogen werden. Neben der Auseinandersetzung mit dem Leistungsbegriff sowie Beurteilungsprozessen und deren Wirkung stehen die in der Grundschule üblichen Formen der Leistungsrückmeldung, Zensuren und Verbalzeugnis, im Mittelpunkt der Betrachtung. Im weiteren Verlauf erfolgt die empirische Untersuchung von Verbalzeugnissen des 3. und 4. Schuljahres hinsichtlich ihrer Qualität, wobei „Qualität“ über die Kriterien „Akzeptanz“, „Text“ und „Validität“ operationalisiert wird. Am Ende des Buches werden auf der Grundlage der empirischen Befunde Möglichkeiten aufgezeigt, die auf eine Verbesserung der Qualität verbaler Beurteilungen in der Grundschule zielen.


Petillon, H. (2003)

Kindheitsdorf 1953.
Erinnerung und Begegnung


(Grundschulpädagogik & Grundschulforschung 4)
ISBN-10: 3-933967-90-2, 176 S.,
über 300 Abbildungen, A4, Hardcover, € 24,80



Die These von der „veränderten Kindheit“ beruht im Wesentlichen auf eher fragmentarischen Rekonstruktionen von „Stadtkindheiten“ in den 50er Jahren; das Leben auf dem Lande wird in der Forschung nur am Rande erwähnt.
Dieses Buch ist eine Zeitreise, die den Leser in ein Dorf im Jahr 1953 zurückführt und die damalige Kindheit in der chronologischen Abfolge eines Jahres geradezu „minutiös“ rekonstruiert. Dabei ist eine einmalige Dokumentation entstanden, die als eine Art „kulturelle Konserve“ Kindheit auf dem Dorf in seiner ganzen Vielfalt und zeitgeschichtlichen Ausprägung darstellt. Den Texten liegt eine differenzierte Befragung von Zeitzeugen zu Grunde; sie werden ergänzt durch über 300 Abbildungen (aus Schülerheften, Tageszeitungen, Schulbücher, Poesie- und Sammelalben; Spielsachen, Landschaften, Spielplätze ...).
Die Liebe zum Detail, der Anspruch an empirische Genauigkeit und die ästhetische Ausgestaltung kennzeichnen diesen Band, der in seiner systematischen Aufarbeitung und Dokumentation auch konkrete Materialien für den historischen Sachunterricht in der Grundschule bietet.
Die vorgelegten Befunde konkretisieren eindrucksvoll die Veränderungen dörflicher Kindheit in den letzten 50 Jahren. Für die „Kinder von damals“ bieten Bilder und Texte gute Möglichkeiten, eigene Erinnerungen zu beleben, den Kindern der damaligen Zeit „leibhaftig“ zu begegnen und Vergleiche mit der heutigen Zeit anzustellen.


Hanns Petillon & Werner Lang (2007)

Kind- und sachgerechter Sprachunterricht in der Grundschule.
Praxis aus erster Hand


(Grundschulpädagogik & Grundschulforschung 5)
ISBN-10: 13: 978-3-937333-37-3
190 S., € 19,90


Der Grundschultag 2006 beschäftige sich schwerpunktmäßig mit dem Thema „Sprache“. In diesem Buch sollen die vielen gut erprobten Anregungen aus der Grundschulpraxis, die am Grundschultag nur den Teilnehmer(innen) eines Workshops zugänglich gemacht werden konnten, an einen größeren Personenkreis weitergegeben werden.

Der Band enthält vor allem Praxis aus erster Hand und konkretisiert in vielfältiger Weise die rheinland-pfälzischen Teilrahmenpläne Deutsch und Fremdsprache: Förderung des Hörens, Sprechens, Lesens und Schreibens, Möglichkeiten der Sprachdiagnostik, Einsatz von Portfolios, Umgang mit Mehrsprachigkeit sowie die Gestaltung fach- und kindgerechter Fremdsprachenarbeit.


Pres, U. (2001)

1000 Stunden Lehrerausbildung in der zweiten Phase – genügt das?

(Grundschulpädagogik & Grundschulforschung 2)
ISBN-10: 3-933967-33-3, 311 S., € 34,90



Die gesellschaftlichen Veränderungen und die bildungspolitischen Ansprüche verlangen einen Veränderungsprozess in der Schule und stellen neue Anforderungen an die Lehrerbildung. Aus dem Diskussionsprozess über die Lehrerbildung sind in den letzten Jahren einige innovative Forschungsprojekte und Publikationen entstanden. Aber darüber, wie die zweite Phase der Lehrerbildung konzipiert ist, wie effektiv diese Ausbildungszeit genutzt wird und welches Ausmaß die Belastungen für die Betroffenen haben, gibt es kaum Informationen und Forschungsprojekte. Diese Lücke soll diese umfangreiche Längsschnittuntersuchung bei Lehramtsanwärtern und Lehramtsanwärterinnen an einem Studienseminar für Grund- und Hauptschule schließen helfen. Ausgehend von der theoretischen Grundlegung des „Rohrbacher Modells“ wird ein neues Konzept entwickelt und praktisch verwirklicht. Die dokumentierte Evaluation umfasst drei Hauptschwerpunkte, die deutlich machen, dass für die Lehramtsanwärter und Lehramtsanwärterinnen die größte Schwierigkeit in der Ausbildungsphase ist, die Zeit so zu strukturieren, dass es zu einer Verarbeitung und Vertiefung der Erkenntnisse kommt. Die Darstellung beinhaltet eine Vielzahl von Beispielen aus der konkreten Seminarpraxis und bietet durch ihre umfassende Evaluation konkrete Impulse für den Weiterentwicklungsprozess eines Studienseminars. So leistet diese Arbeit einen wichtigen Beitrag zur qualitativen Weiterentwicklung der Lehrerbildung.


Außerdem zu diesem Thema:

Giest, H. (2002)
Entwicklungsfaktor Unterricht
Siehe Potsdamer Berichte