Empirische Berufsbildungs- und Hochschulforschung

Die Reihe Empirische Berufsbildungs- und Hochschulforschung wird von Olga Zlatkin-Troitschanskaia herausgegeben. Publiziert werden empirische Arbeiten aus dem nationalen und internationalen Schul- und Hochschulbereich. Thematisch stehen aus dem Schulbereich insbesondere die (berufsbildende) Schule als Organisation, Lehrkräfte und Schulleitungen als Akteure sowie die Lehrerbildung im Mittelpunkt. Der Schwerpunkt der Arbeiten mit dem Fokus Hochschulbereich liegt auf der Erfassung und Erklärung akademischer Bildungsprozesse.


Roland Happ (2017)


Die Entwicklung des volkswirtschaftlichen Grundlagenwissens im Studienverlauf - Effekte von Eingangsvoraussetzungen auf den Wissenserwerb
Empirische Bildungs- und Hochschulforschung, Band 5
ISBN 978-3-944996-35-6
350 Seiten
€ 27,90

 


Studierende bringen beim Eintritt in die Hochschule heterogene Eingangsvoraussetzungen mit.
In dieser Arbeit wird der Erwerb des volkswirtschaftlichen Grundlagenwissens im Studienverlauf betrachtet und analysiert, welche Rolle die Eingangsvoraussetzungen der Studierenden auf den Wissenserwerb einnehmen. Die im theoretischen Teil aufgestellten Hypothesen werden mittels längsschnittlicher Mehrebenenmodellierungen geprüft. Die Befunde verweisen auf die Bedeutung der heterogenen Eingangsvoraussetzungen der Studierenden auf das Ausgangsniveau zu Studienbeginn sowie auf das Wissensniveau zu unterschiedlichen Studienabschnitten. Dabei gelingt es der Institution Hochschule nicht, den Einfluss aus ungünstigen Eingangsvoraussetzungen (wie ein geringeres Vorwissen zu Studienbeginn) auf das volkswirtschaftliche Grundlagenwissen zu kompensieren.


Daja Preuße (2016)


Wissen und Überzeugungen von Lehrkräften zu schul- und unterrichtsbezogenen Evaluationen
Empirische Bildungs- und Hochschulforschung, Band 4
ISBN 978-3-944996-09-7
258 Seiten
€ 22,90

 


Lehrkräfte und ihr Handeln sind entscheidend für die erfolgreiche Implementation von Bildungsreformen. Mit der Erhöhung der einzelschulischen Autonomie in Deutschland wird zugleich die Verantwortung für die Sicherung und Entwicklung der Schul- und Unterrichtsqualität auf die Schulen und ihre Akteure verlagert. Für die Lehrkräfte resultiert daraus die Herausforderung, mit den wissenschaftlichen Verfahren für die Feststellung der Qualität vertraut zu sein. Die vorliegende Forschungsarbeit unter-sucht, welche individuellen Fähigkeiten zum kompetenten Umgang mit Evaluationsverfahren bei Lehrkräften erforderlich sind und inwieweit diese in der Lehrerausbildung vermittelt werden.


Manuel Förster (2015)


Organisationale und motivationale Einflussfaktoren auf das Reformhandeln
von Lehrkräften

Empirische Bildungs- und Hochschulforschung, Band 3
ISBN 978-3-944996-08-0
435 Seiten
€ 34,90

 

Es zeigt sich, dass Reformen meist nicht vollständig top-down von den Entscheidungsträgern direkt in der Schule implementiert werden können. Aufbauend auf diesem Kenntnisstand wird in der Arbeit theoretisch und empirisch untersucht, welche individuellen motivationalen und welche organisationalen Einflussfaktoren auf Seiten der Schule die Reformumsetzung von Lehrkräften fördern bzw. hemmen. Die in diesem Modell aufgestellten Hypothesen werden mit Hilfe komplexer Strukturgleichungs-(mixture)modellen geprüft. Es kann gezeigt werden, dass sich zwei Gruppen von Lehrkräften in ihren Einflussfaktoren auf die Reformumsetzung deutlich voneinander unterscheiden. Somit ist eine Reform, die nur einfache Ursache-Wirkungs-Mechanismen unterstellt, immer (zumindest bei einem Teil der Lehrkräfte und Schulen) zum Scheitern verurteilt.


Christiane Kuhn (2014)


Fachdidaktisches Wissen von Lehrkräften im kaufmännisch-verwaltenden Bereich

Empirische Bildungs- und Hochschulforschung, Band 2
ISBN 978-3-944996-06-6
348 Seiten
€ 27,90

 

Entscheidend für »guten« Unterricht ist der Lehrer. Insbesondere den fachspezifischen Lehrerkompetenzen wird seit Längerem eine wesentliche Rolle eingeräumt; empirische Bestätigungen liegen jedoch nur für einzelne Fächer vor. Für den kaufmännisch-verwaltenden Unterricht, die Domäne Wirtschaft, ist das Forschungsdefizit besonders eklatant. Hier mangelt es an einer grundlegenden Konzeptualisierung dessen, was das fachdidaktische Wissen von Lehrern als zentrale Facette ihrer Lehrkompetenz ausmacht.
Deshalb liegen auch keine geeigneten Verfahren zu seiner Messung vor. Um diese Lücken zu schließen, entwirft Christiane Kuhn im konsequenten Bezug auf die realen Berufsanforderungen ein umfassendes Strukturmodell zum fachdidaktischen Wissen im kaufmännisch-verwaltenden Bereich. Auf dieser Grundlage entwickelt sie weiterhin ein Messinstrument, das es ermöglicht, fachdidaktisches Wissen während unterschiedlicher Phasen der Lehrerbildung (Universität, Referendariat, Berufsleben) objektiv, reliabel und valide zu erfassen. Die gewonnenen Erkenntnisse stellen eine breite theoretische Grundlage für weiterführende Untersuchungen zur Qualität von Lehr-Lern Prozessen im Unterricht sowie in der Lehrerbildung bereit.


Ramona Buske (2014)


Die Entwicklung kollektiver Innovationsbereitschaft von Lehrkollegien

Empirische Bildungs- und Hochschulforschung, Band 1
ISBN 978-3-944996-05-9
396 Seiten
€ 33,90

 

Für die erfolgreiche Umsetzung von Schul- und Unterrichtsreformen ist letztlich das Handeln der Lehrkräfte ausschlaggebend. Sie gelten als Träger der Reformen. Im Rahmen der erweiterten Autonomie der Einzelschule gerät dabei insbesondere die Ebene des Lehrkollegiums einer Einzelschule verstärkt in den Blick. An dieser Ebene ansetzend beschäftigt sich die Forschungsarbeit eingehend mit der kollektiven Innovationsbereitschaft von Lehrkollegien als eine wesentliche Voraussetzung für erfolgreiche Reformumsetzung in Schulen. Um mögliche Ansatzpunkte zur Förderung kollektiver Innovationsbereitschaft zu ermitteln, widmet sich die Arbeit sowohl theoretisch als auch empirisch der Frage, durch welche Faktoren sich kollektive Innovationsbereitschaft beein-flussen und damit langfristig entwickeln lässt.