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Beiträge zur Fremdsprachenvermittlung

Zusammenfassung des Artikels: 2010, 16, 43-65

Kontrastive Medientextologie und die historische Dimension – eine theorisch-methodische Auslotung

Eva Martha Eckkrammer

In diesem Beitrag wird aus theoretischem und methodischem Blickwinkel der Rahmen für eine neue Subdisziplin entwickelt, die als Kontrastive Medientextologie (KMT) zu bezeichnen wäre. Dabei wird besonderer Wert auf die histo­rische Dimension gelegt, um den Stellenwert einer integrativen Herangehens­weise unter Berücksichtigung diachronischer Entwicklungen hervorzukehren. Konkret gehen wir davon aus, dass Textsorten als funktional klar konturierte Routineformeln kommunikativen Handelns im sozialen Raum hinsichtlich ihrer Vertextung stets das Resultat historischer Prozesse repräsentieren, die inner­halb spezifischer Medienumgebungen realisiert werden. Die Berücksichtigung der historischen Dimension eröffnet damit auf unterschiedlichen Ebenen Mög­lichkeiten, die seitens des Mediums und der Kultur generierten Vertextungs­konventionen zu durchleuchten und zu erklären. Gleichermaßen ergeben sich aus dem diachronischen Ansatz aber auch theoretische und methodische Her­ausforderungen, denen im Zuge eines polydimensionalen Ansatzes der Medi­en­textologie begegnet werden kann. Ein solcher wird exemplarisch entworfen.

Inhalt:

1. Vorbemerkung
2. Polyachsiale kontrastive Medientextologie – Eckpunkte und Problem­stellen
2.1 Vergleichende Medientextologie vor dem Hintergrund einer medienbe­grifflichen Abgrenzung
2.2. Zum Mehrwert und den Fallstricken diachronischer Medientextanalysen
2.3. Von der formalen Matrix als Spielart der Textsorten-Intertextualität
2.4. Methodische Stolpersteine und Herausforderungen
3. Ausblick
  Literaturverzeichnis