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Beiträge zur Fremdsprachenvermittlung

Zusammenfassung des Artikels: 2009, 15, 87-104

Textsortenlinguistik und Fremdsprachendidaktik

Andrea Bachmann-Stein

Globales Lernziel jeglichen Deutschunterrichts – ob muttersprachlich oder fremdsprachlich – ist die Ausbildung der Kommunikationsfähigkeit. Da sich sprachliche Kommunikation immer in Texten vollzieht, sollte auch im Deutschunterricht die Textorientierung als Leitprinzip gelten. Der didaktische Umgang mit Texten unterscheidet sich dabei von einem textlinguistischen oder alltagsüblichen Umgang, da die Texte als Lernmedien und Lerngegenstände dienen, dadurch ihres ursprünglichen Handlungssinns entledigt sind und da die Orientierung an textspezifischen Prozessen dominiert. Gerade deshalb ist der Einsatz holistischer Textsortenbeschreibungsmodelle sinnvoll, da hier Mittel bereitgestellt werden, auf die die Didaktik zurückgreifen kann, um die Textkompetenz der Lerner zu fördern.

Inhalt:

1.    Grundannahmen und Vorgehen
2.    Textorientierung als Leitprinzip des Fremdsprachenunterrichts
3.    Grundannahmen über Texte und Textsorten
3.1. Textsorten- und Textmusterwissen
3.2. Textsorten als Basisklassen einer prototypischen Modellierung
3.3. Textualitätskriterien und ihre Gewichtung
3.4. Holistisches Textsortenbeschreibungsmodell
4.    (Fremdsprachliche) Textsortendidaktik
4.1. Didaktische Funktionen der Textarbeit im Fremdsprachenunterricht
4.2. Kriterien für die Textauswahl im Fremdsprachenunterricht
4.3. Textdidaktische Lernprogression mithilfe holistischer Textsortenbeschreibungsmodelle
5.    Fazit
       Literaturverzeichnis