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Beiträge zur Fremdsprachenvermittlung

Zusammenfassung des Artikels: 2009, 15, 295-312

Verwaltungssprache in Erpresserbriefen

Sandra Hansen

Erpresserbriefe werden häufig mit elliptischen Formulierungen verbunden, welche durch ausgeschnittene, auf einem Stück Papier aufgeklebte Buchstaben realisiert werden. Betrachtet man allerdings authentische Erpresserbriefe, stellt man fest, dass viele wie ein Geschäftsbrief aussehen und verwaltungssprachliche Elemente aufweisen. Welche Formen der Verwaltungssprache sind das und warum werden diese in Schreiben illegalen Charakters verwendet? Der vorliegende Beitrag befasst sich mit diesen Fragestellungen. Anhand einer Stichprobe aus der Tatschreibensammlung des BKA werden Formen der Verwaltungssprache in Erpresserbriefen empirisch untersucht, Erklärungsansätze entwickelt und deren Relevanz für die Autorenerkennung erläutert.

Inhalt:

1.    Einleitung
2.    Charakteristika der Verwaltungssprache
3.    Charakteristika der Verwaltungssprache in Erpresserbriefen
3.1. Materielle Textgestalt
3.2. Anrede- und Grußverhalten
3.3. Euphemismen: Fachsprachenspezifische Lexik und Formulierungsmuster
3.4. Wortbildungsprozesse
3.5. Verwendung von Modalverben
3.6. Komplexität der Nominalphrasen
4.    Zusammenfassung, Erklärungsversuche und Ausblick
      Literaturverzeichnis