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Beiträge zur Fremdsprachenvermittlung
Zusammenfassung des Artikels: 2009, 15, 211-238
Syntaktische Relationen in Nichtsätzen
Mathilde Hennig
Die Analyse von Konstituenten von Sätzen als Satzglieder gehört zu den grundlegenden Operationen der Syntax. Dabei wird stillschweigend davon ausgegangen, dass Gegenstand der Satzgliedanalyse ausschließlich Sätze sind. Wenn man bedenkt, dass es auch andere Formen sprachlicher Einheitenbildung gibt, stellt sich die Frage, ob nicht auch diese „Glieder“ aufweisen. Der vorliegende Beitrag geht der Frage nach, wie „Glieder“ von nicht die Kriterien einer Satzdefinitionen erfassenden Einheiten (= Nichtsätze) erfasst werden können. Den wesentlichen Ansatzpunkt bietet der Begriff ‚Organisationspol’ von Behr / Quintin (1996). Ausgehend davon werden extern und intern organisierte syntaktische Relationen modelliert. Auf dieser Grundlage kann abschließend eine Erweiterung des Systems syntaktischer Relationen von Teuber (2005) vorgeschlagen werden.
Inhalt:
1. Einleitung
2. (Nicht-)Satzglieder in Gegenwartsgrammatiken
3. Syntaktische Relationen in Nichtsatztypen: Erste Annäherung
3.1. Ellipse
3.2. Anakoluth
3.3. Nähezeichen
3.4. Satzrandstrukturen
3.5. Zusammenfassung
4. Externer und interner Organisationspol
5. Syntaktische Relationen bei internem Organisationspol
6. Schlussfolgerungen
Literaturverzeichnis