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Beiträge zur Fremdsprachenvermittlung, Sonderheft 10 (2006), 93-118

 

Dauernder Drahtseilakt

Historische Aspekte der Beziehungen Finnlands zu seinem Nachbarn im Osten

 

Pekka Kauppala

 

Die finnisch-russischen Beziehungen haben eine sehr schwere und emotional belastete Geschichte hinter sich. Im Mittelalter war die Rolle Russlands in erster Linie die eines wenig erfolgreichen imperialen Konkurrenten von Schweden mit dem Ziel der Eingliederung der finnischen Territorien in das eigene Reich. Nachdem Schweden im 17. Jahrhundert den Höhepunkt seiner Macht erreicht hatte, schwand diese im Verlaufe des 18. Jahrhunderts völlig, was 1809 mit der restlosen Auslieferung aller finnischen Gebiete an Russland endete. Abgesehen vom konfliktreichen Ende in den letzten beiden Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts bis 1917 war Finnlands Zeit in der Obhut des russischen Imperiums eine Zeit des ökonomischen und kulturellen Aufstiegs. Die Zeit der finnischen Unabhängigkeit brachte als Hauptproblem des neuen Staates das schwierige, aber letztlich erfolgreich gemeisterte Verhältnis zur Sowjetunion mit sich.

 

Inhalt:

1.

Das außenpolitische Hauptproblem Finnlands im 20. Jahrhundert

2.

Historische Grundzüge des finnisch-russischen Verhältnisses

3.

Finnland als Schlachtfeld zwischen Schweden und Russland (1700-1809)

4.

Das autonome Großfürstentum Finnland im russischen Imperium (1809-1917)

5.

Das Ringen des „Vorpostens des Westens“ mit dem „roten Schreckensreich“ (1917-1944)

6.

Gratwanderung der Neutralität im Kalten Krieg (1944-1991)

7.

Zu neuen Ufern, aber welchen? (1991-2006)

8.

Zukunftsperspektiven

 

Literaturverzeichnis

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Stand: 25.09.06