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Beiträge zur Fremdsprachenvermittlung
Zusammenfassung des Artikels: 2008, 13, 177-192
Bildungsstandards und Bologna-Prozess
Die Reform des Lehramtsstudiums Französisch, Italienisch und Spanisch in Rheinland-Pfalz und im Saarland
Uwe Dethloff
Die Umstellung der Lehrerbildung auf die Bachelor-/ Master-Struktur in Rheinland-Pfalz und im Saarland hatte die Vorgaben der KMK für Bildungs- und Kompetenzstandards bei der Modularisierung der neuen Studiengänge zu berücksichtigen. Bildungsstandards werden allerdings von der Fachwelt zwiespältig bewertet, weil ihnen eine Tendenz zur einseitigen Outputfixierung zu Lasten der unverzichtbaren Stoff- und Inhaltsorientierung von Kerncurricula vorgeworfen wird. Der Ansatz, Bildung in erster Linie von ihren Ergebnissen her zu messen, kann jedoch die Bildungsprozesse nicht ersetzen und deren Optimierung letztendlich nicht leisten. Die Bologna-Reform in beiden südwestdeutschen Bundesländern hat bei der Modularisierung der romanistischen Lehramtsstudiengänge Standardvoraussetzungen, Kompetenzniveaus und Qualitätsziele mit Inhalts- und berufspraktischen Vorgaben vernetzt. Der Standard-Diskurs kann im Übrigen die zum Teil schwierigen Bedingungen, unter denen in der Bundesrepublik Bildung stattfindet, nicht kompensieren.
Inhalt:
1. Zur Ausgangslage
2. Der Primat von Bildungs- und Kompetenzstandards in der Lehrerbildungsreform
3. Kompetenz- und Inhaltsorientierung in den reformierten Studiengängen in
Rheinland-Pfalz und im Saarland
4. Fazit
Literaturverzeichnis