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Beiträge zur Fremdsprachenvermittlung
Zusammenfassung des Artikels: 2008, 13, 117-133
Fremdsprachliche Kompetenzen jenseits der Standardisierbarkeit
Warum mit den „Bildungsstandards“ die Probleme für eine bildungsorientierte Fremdsprachendidaktik erst anfangen
Stephan Breidbach
Die Frage ‚Wozu Bildungsstandards?‘, die in diesem Heft aufgeworfen wird, lässt mindestens zwei Deutungsmöglichkeiten zu: Für welche inhaltlichen Bereiche der Bildung werden Standards entwickelt? Oder: Zu welchem Zweck wird Bildung standardisiert? Für die Fremdsprachendidaktik ist es daher nicht ohne Bedeutung, dass Bildungsstandards nicht nur Antwort auf die als unbefriedigend empfundenen Ergebnisse von PISA oder DESI sind, sondern zugleich auch ein Instrument in einer gesellschaftlichen Auseinandersetzung um das Verhältnis von öffentlichen und privaten Ansprüchen an das Bildungssystem. In meinem Beitrag befasse ich mich mit den bildungspolitischen und wissenschaftssoziologischen Hintergründen und Implikationen des Standardisierungsdiskurses für die Fremdsprachendidaktik. Denn neben der konzeptionellen Herausforderung, die darin besteht, den Anspruch fremdsprachlicher Bildung zu behaupten, stellt der „Standards“-Diskurs zugleich eine Herausforderung für das wissenschaftliche Selbstverständnis der Fremdsprachendidaktik dar.
Inhalt:
1. Bildungsstandards und die
Fremdsprachendidaktik
1.1. Bildungsstandards und der Wechsel zum Paradigma des Vergleichens
1.2. Geteiltes Echo und ungewisse Aussichten
2. Soziologie der Rede von Standards und Kompetenzen
2.1. Bildung und Markt
2.2. Wissenschaft und Markt
3. Fazit
Literaturverzeichnis