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Kindheitsdorf 1953.
Erinnerung und Begegnung.
(Grundschulpädagogik & Grundschulforschung 4).
ISBN-10: 3-933967-90-2, 176 S.,
über 300 Abbildungen, A4, Hardcover, € 24,80.

Seit langer Zeit lebe ich nicht mehr in dem Dorf Winden, in dem ich vor etwa 50 Jahren eine intensive und glückliche Kindheit verbracht habe. Es zieht mich jedoch immer wieder an diesen Ort zurück. Dort genieße ich die Jahreszeiten draußen in den Feldern, die vertrauten Gerüche, den Gesang der Lerchen über den Wiesen und die letzte Sonnenwärme an einem Oktobertag. Noch finde ich die alten Nussbäume, die Maiglöckchenplätze und die Dachsbauten am Bahndamm. Nach meinem Kindheitsdorf mit seinen Spielplätzen, seinen lebendigen Bauernhöfen und seiner Ruhe suche ich fast vergeblich. Das Dorf hat sich in den letzten 50 Jahren grundlegend verändert und es ist anzunehmen, dass die Zeit von damals schon bald vergessen sein wird.
So entwickelte sich allmählich die Idee, noch einmal in das Kindheitsdorf von damals „zurückzukehren“. Ich nahm mir vor, das Jahr 1953 – vom 1. Januar bis zum 31. Dezember – so detailliert wie möglich zu rekonstruieren, um das, was verloren zu gehen droht, auf diese Weise zu bewahren.
Die lange Zeit des Sammelns, Nachforschens und Entdeckens war gleichzeitig auch eine spannende und lehrreiche Reise in meine persönliche Vergangenheit.
Zum Gelingen dieses Buch haben viele beigetragen, denen ich zu großem Dank verpflichtet bin:
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Zuerst die „Kinder von damals”, mit denen ich zusammen aufgewachsen bin. Sehr offen und mit großer Geduld haben sie über ihre Erinnerungen erzählt und mich dabei zum Teil auf mehrstündigen „Erinnerungsspaziergängen“ begleitet. Viele haben mir vertrauensvoll Schulhefte, Bücher, Poesiealben und Fotos überlassen; auch von der damaligen „Elterngeneration“ erhielt ich wertvolle Hilfe. In vielen Häusern habe ich die herzliche Gastfreundschaft erlebt, wie sie mir noch aus meiner Kindheit in Erinnerung ist. | |
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Petra Entzminger (Bildbearbeitung und Organisation), Andrea Kolb (Lektorat), Frank Wambsganß und Gabriel Wagner (Satz und Layout) haben sich mit diesem Projekt identifiziert und damit einen wesentlichen Beitrag zur Qualität des Buches geleistet. | |
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Die finanzielle Unterstützung – durch den Kulturausschuss des Landes Rheinland-Pfalz, den Landkreis Germersheim, Herrn Landrat Dr. Brechtel, die Sparkasse Germersheim-Kandel, die Volksbank Bad Bergzabern und Frau Erika Nolte-Eichenauer – hat den aufwändigen Druck des Buches erst ermöglicht. | |
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Mit meinem Bruder Heinz Petillon, von dem die zahlreichen Farbfotos stammen, bin ich lange Wege durch Felder und Wiesen gegangen, in alte Keller, Ställe und Scheunen gestiegen, wir haben auf das „richtige” Sonnenlicht gewartet und darauf, dass wir endlich Schnee- oder Nebellandschaften fotografieren konnten. So ist im Verlauf von mehreren Jahren eine sehr große Fotosammlung entstanden, aus der eine gezielte, themengerechte Auswahl getroffen werden konnte. | |
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Meine Frau Elfi hat mein Vorhaben von Anfang an mit großem Engagement begleitet, alle Texte kritisch gelesen und bearbeitet; sie hat mich bei der Auswahl der Bilder und Dokumente beraten und somit die sprachliche und bildliche Gestaltung des Buches wesentlich mitgeprägt. |
Ich hoffe, dass dieses Buch gute Möglichkeiten bietet, eigene Erinnerungen zu beleben, den Kindern der damaligen Zeit „leibhaftig“ zu begegnen und Vergleiche mit der heutigen Zeit anzustellen. Kindheit auf dem Land in den 50er Jahren ist in der historischen Fachliteratur ein nur wenig beachtetes Randthema. Als Grundschulpädagoge würde ich mir wünschen, dass sich in den folgenden Texten und Bildern auch viele Anregungen finden, um den historischen Sachunterricht in der Grundschule zum Thema „Kindheit damals und heute“ anschaulich und interessant zu gestalten.
Hanns Petillon, Mai 2003
Stand: 09.03.07