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Empirische Pädagogik
Zeitschrift zu Theorie und Praxis erziehungswissenschaftlicher Forschung
Zusammenfassung des Artikels: 2007, 21(3), 251-270
Benedikt Hell, Sabrina Trapmann und Heinz Schuler
Zusammenfassung: Das Interesse an Kriterien und eignungsdiagnostischen Verfahren zur Auswahl von Studierenden im Rahmen der Hochschulzulassung hat in den vergangenen Jahren im deutschsprachigen Raum stark zugenommen. Neben Schulnoten und Auswahlgesprächen kommen insbesondere Studierfähigkeitstests als Auswahlinstrument in Frage. Der Beitrag fasst die seit 1980 publizierten Ergebnisse zur Validität von studienfachspezifischen Studierfähigkeitstests für den Studienerfolg im Sinne von Studiennoten zusammen. Insgesamt konnten K = 36 unabhängige Stichproben zusammengetragen werden, die addiert einen kumulierten Primärstudien-Stichprobenumfang von 45 091 Personen ergeben. Die Validität der Studierfähigkeitstests wird durch das Studienfach, den Studienabschnitt und die Heterogenität der Stichprobe moderiert. Für alle untersuchten Studienfächer kann eine positive Validität der fachspezifischen Studierfähigkeitstests generalisiert werden. Die höchste Validität wird im Studiengang Humanmedizin erreicht (r = .507), gefolgt den Studiengängen Veterinärmedizin (r = .431), Zahnmedizin (r = .353) und Wirtschaftswissenschaften (r = .325). Weiterer Forschungsbedarf besteht hinsichtlich der Prädiktion der Erfolgskriterien Studienabbruch, Studiendauer und Studienzufriedenheit.
Schlagwörter: Auswahl von Studierenden – Metaanalyse – Studienerfolgsprognose – Studierfähigkeitstest
Summary: Interest in the criteria and psychological assessment procedures that should be used to determine university admission has grown considerably in recent years in German-speaking countries. Beside grades and interviews, admission tests are applicable as admission criterion. This meta-analysis resumes the results published since 1980. Altogether K = 36 independent samples were gathered which add to a total sample of 45.091 subjects. The validity of the subject-specific admission tests is moderated by the academic subject, the study section and the heterogeneity of the sample. For all examined academic subjects a positive validity of the subject-specific admission tests can be generalized. The highest validity results for human medicine (r = .507), followed by veterinary medicine (r = .431), dental medicine (r = .353), and economic sciences (r = .325). Further research should address the prediction of the criteria retention, duration of study and satisfaction with study.
Key words: Academic performance prediction – admission test – admission to higher education – meta-analysis
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[1] Dieser Beitrag entstand im Kontext des Projekts „Eignungsdiagnostische Auswahl von Studierenden“, das im Rahmen des Aktionsprogramms „StudierendenAuswahl“ des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft und der Landesstiftung Baden-Württemberg durchgeführt wird.
Die Autoren danken Nambury Raju†, Stephan J. Rustenbach, Frank L. Schmidt und Ralf Schulze für ihre Unterstützung bei der Klärung methodischer Detailfragen.
Stand: 27.09.07