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Empirische Pädagogik
Zeitschrift zu Theorie und Praxis erziehungswissenschaftlicher Forschung
Zusammenfassung des Artikels: 2003, 17 (3), 380-395
Bärbel Beck und Eckhard Klieme
Zusammenfassung: Die Autoren schließen sich einer Kompetenzdefinition von Weinert (1999)
an und stellen ausgewählte Schulleistungsstudien sowohl zum Thema
muttersprachliche Kompetenzen als auch zum Thema fremdsprachliche
Kompetenzen vor. Darauf aufbauend wird auf den Nutzen von
Schulleistungsstudien im Rahmen von Schul- und Systemevaluation
verwiesen und schließlich die DESI-Studie detailliert vorgestellt.
Zielsetzung des DESI-Projektes ist es, den Kultusministerien der
Länder der Bundesrepublik Deutschland zentrale Basisinformationen
über den Leistungsstand der Schüler der 9. Jahrgangsstufe in
deutschen Schulen hinsichtlich des Englischen sowie hinsichtlich der
aktiven Beherrschung des Deutschen zur Verfügung zu stellen.
Gegenstand der Untersuchung sind die reproduktiven und produktiven,
die schriftlichen und mündlichen Kompetenzen von Neuntklässlern in
den Fächern Englisch und Deutsch.
Das in DESI verwendete Stufenmodell der Sprachproduktion und das
Interesse an der Gewinnung analytischen Wissens über die Wirksamkeit
von Schule und Unterricht erfordern ein Längsschnittdesign. Nur auf
diesem methodischen Wege können über eine reine Deskription von
Leistungsunterschieden hinaus schulische und unterrichtliche, aber
auch außerschulische Konfigurationen identifiziert werden, die dann
Möglichkeiten und Wege eines effektiven Englisch- und
Deutschunterrichts und aussichtsreiche Interventionsmöglichkeiten
für Schulentwicklung, Bildungspolitik und Bildungspraxis aufzeigen
helfen.
Schlagwörter: Fremdsprachenlernen – Längsschnittstudie – Lernbedingungen – Schulleistungsstudien – Sprachkompetenz
Summary: The
authors refer to Weinert’s (1999) definition of competence and
present selective studies on students’ achievement dealing with
students’ competencies not only concerning their first but also a
foreign language. Thereupon the value of students’
achievement-studies within the framework of school evaluation is
referred to and the DESI-study is finally presented in detail. It is
the aim of the DESI-study to provide the Ministries of Education in
the States of the Federal Republic of Germany with basic information
about the level of achievement that students have in English and the
active use of German in grade 9 in the German school system.
Therefore the object of the research-project centres around an
investigation of the reproductive and productive as well as written
and oral competencies of students in English and German as school
subjects in grade 9.
The phase model of speech production used in DESI and the interest
in acquiring analytical knowledge requires a minimal longitudinal
design. Only this methodical way allows for the identification of
school, teaching and out-of-school configurations that goes far
beyond a mere description of differing levels of achievement.
Moreover it provides possibilities and ways to create more effective
German and English classes as well as opportunities to intervene in
school development, educational policy and practice.
Key words: foreign language learning – language proficiency – learning conditions – longitudinal studies – school-assessment studies
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[1] DESI ist eine interdisziplinäre Studie, die von einem Konsortium (Wolfgang Eichler, Andreas Helmke, Eckhard Klieme, Rainer H. Lehmann, Günter Nold, Hans-Günter Rolff, Konrad Schröder, Günther Thomè, Heiner Willenberg) konzipiert und mit einer großen Anzahl von wissenschaftlichen Mitarbeitern durchgeführt wird. Der vorliegende Bericht wurde von der Autorin als Koordinatorin des Projektes und dem Autor als Sprecher des wissenschaftlichen Konsortiums erstellt.
Stand: 09.12.03