Home: www.vep-landau.de

Empirische Pädagogik

Zeitschrift zu Theorie und Praxis erziehungswissenschaftlicher Forschung

Zusammenfassung des Artikels: 2001, 15 (1), 7-52

Lutz-Michael Alisch und Ulrike Gerber

Nichtlineare Zeitreihenanalyse in der Empirischen Pädagogik I: Metatheorie und Methodologie

Alisch, L.-M. & Gerber, U. (2001). Nichtlineare Zeitreihenanalyse in der Empirischen Pädagogik I: Metatheorie und Methodologie. Empirische Pädagogik,15, 7-52.

Die nichtlineare Zeitreihenanalyse stellt ein Amalgam von Datenanalyseverfahren dar, das eine Reihe wohlbekannter meta- und wissenschaftstheoretischer Grundsätze, die aus der Untersuchung linear arbeitender Wissenschaften gewonnen worden sind, nicht mehr anwendbar sein lässt. Um das genauer zu untersuchen, wenden wir uns zunächst begrifflichen Problemen zu und greifen dann eine wissenschaftstheoretische Tradition auf, die sich gegen systemwissenschaftliches Denken richtete. Aus dieser Tradition sind moderne Formen der Kritik entstanden, von denen wir zwei herausgreifen. Um auf die erste entgegnen zu können, braucht man einen Nachweis dafür, dass lineare Modellierungen nichttrivial versagen können. Wir versuchen, einen solchen Nachweis auf mehreren Wegen zu erbringen. Wir fragen anschließend, welche traditionellen wissenschaftstheoretischen Auffassungen auf die nichtlineare Dynamik nicht mehr anwendbar sind und setzen mit einer Überlegung zur zweiten Kritik fort, der wir etwas von ihrer Radikalität nehmen wollen. Abschließend stellen wir die Frage nach einem Ansatzpunkt für ein neues wissenschaftstheoretisches Gebäude, in dem auch die nichtlineare Dynamik ihren Platz finden könnte. Wir skizzieren den dazu von Dagognet unternommenen Versuch und kommentieren ihn kritisch.

Alisch, L.-M. & Gerber, U. (2001). Nonlinear time series analysis I: Meta-Logic and Methodology. Empirische Pädagogik,15, 7-52.

In meta-logic and philosophy of science most of the foundational assertions are derived from linear models. Therefore they are of minor value when nonlinear dynamics is concerned. In this paper we analyse some of the pertinent desiderata. At first we give some terminology. Secondly we give an impression of a debate in philosophy of science which focused on problems with system dynamics. From this debate several newer criticisms evolved. We address two of them. We show that linear models could fail in a nontrivial way and nonlinear dynamics becomes necessary. Then we list the problems in detail suggesting that the foundational assertions mentioned above have to be revised. After this we try to refuse the second criticism. Finally we give a short impression of the philosophy of science sensu Dagognet. We outline some of the reasons why this approach must fail.

 

Stand: 29.12.05