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Gerald A. Straka und Katja Lenz
Bestimmungsfaktoren fachkompetenten Handelns kaufmännischer
Berufsschülerinnen und Berufsschüler.
Ergebnisse einer unterrichtsbegleitenden Pilotstudie
Vor dem Hintergrund des 1996 von der Kultusministerkonferenz (KMK) beschlossenen Bildungsauftrages des berufsbildenden Schulwesens, Aufbau von Handlungskompetenz, wird die Frage gestellt, welchen Einfluss die Variablen "Unterrichtsbedingungen", "ökonomische Bildung", "inhaltliches Interesse", "Lernemotionen", "Arbeits- und Kontrollstrategien" sowie "Attributionen" auf die "ausbildungsberufsspezifische Fachkompetenz" haben. Dazu wird ein hypothetisches multivariates Strukturmodell entworfen und an einer Stichprobe von 149 Berufsschülern/-innen mit LISREL überprüft. Abweichend von der Behauptung der KMK zeigt sich, dass für diese Stichprobe die "Fachkompetenz" keine Voraussetzung für "Methoden- und Lernkompetenz" bildet. Darüber hinaus ergab sich, dass erlebte Aspekte der "Unterrichtsbedingungen" (Autonomie, Kompetenz, soziale Einbindung und Lehrqualität) direkt keinen nachweisbaren Effekt auf die erhobene "ausbildungsberufsspezifische Fachkompetenz" haben. Allerdings zeigen sich indirekte Effekte auf die ausbildungsberufsspezifische Fachkompetenz moderiert über das "inhaltliche Interesse" sowie die "Lernemotionen", die ihrerseits mit dem "inhaltlichen Interesse" korrelieren. Die Lernvoraussetzungen, repräsentiert durch das Ausmaß an "ökonomischer Bildung", haben einen vergleichsweise geringen Einfluss auf die erfasste "ausbildungsberufsspezifische Fachkompetenz", was vermuten lässt, dass mit den hier eingesetzten Instrumenten unterschiedliche und bedingt vernetzte ökonomische Fachkompetenzen erfasst wurden.
Stand: 26.02.05