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Sigrid Blömeke
Medienpädagogische Kompetenz: Theoretische Grundlagen und erste empirische Befunde
Von Lehrpersonen wird immer stärker erwartet, dass sie auch
medienbezogene Qualifikationen besitzen. Im ersten Schritt wird zur genaueren
Bestimmung dieser anhand der beruflichen Aufgaben von Lehrpersonen ein Modell
medienpädagogischer Kompetenz entwickelt. Eine Dimension stellt die Fähigkeit
dar, Medien in geeigneten Lehr-Lernformen reflektiert zu verwenden. Hierzu wird
auf der Basis einer Pilotstudie an der Universität Paderborn dargestellt,
welchen Grad an Kompetenz - differenziert in themenbezogene Vorerfahrungen und
deren Bewertung, themenbezogene Kenntnisse und deren Sicherheit sowie
themenbezogene Einstellungen und Lernerwartungen - Lehramtsstudierende zu Beginn
ihres Studiums besitzen. Auf der Basis dieser Ergebnisse können angemessene
medienpädagogische Lehrangebote für die Lehrerausbildung entwickelt werden. Die
Erhebung stellt darüber hinaus den Ausgangspunkt für weitere Studien im Laufe
der berufsbiographischen Entwicklung als Referendare und Lehrpersonen dar, um
Auskunft über den Prozess der Kompetenzentwicklung zu bekommen.
Insgesamt wurden 173 Studierende mittels Fragebogen zu medienpädagogischer
Kompetenz befragt. Die Befunde belegen, dass eine Integration entsprechender
Elemente in die Lehrerausbildung wichtig ist. Dabei gilt es, vor allem
didaktische Gesichtspunkte zu berücksichtigen, um nicht angesichts der
Orientierung der Studierenden an ihren eigenen - vornehmlich
traditionell-frontal ausgerichteten - Schulerfahrungen die Chancen von Medien
zur Unterstützung selbstentdeckenden und individualisierten Lernens zu
verschenken.
Stand: 26.02.05